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Giffey optimistisch für KaDeWe-Zukunft in Berlin

Die Insolvenz der KaDeWe Group hat für Erstaunen gesorgt, waren die Geschäfte zuletzt doch stets gut besucht. Entsprechend positiv sind Politiker und Experten mit Blick auf die Zukunft der drei Warenhäuser in Berlin, Hamburg und München.
KaDeWe-Gruppe meldet Insolvenz an
Kunden gehen durch den Eingang vom KaDeWe. © Christophe Gateau/dpa/Symbolbild

Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) ist zuversichtlich, dass der Hauptstadt das KaDeWe erhalten bleiben wird. Das zeigten die Umsätze des Warenhauses. «Die Problematik sind die stark gestiegenen Mieten, die eine große Belastung für das Unternehmen darstellen», sagte Giffey am Dienstag in Berlin. Sie versicherte, dass der Senat seinen Beitrag für den Erhalt des Kaufhauses leisten werde. «Es hat schwierige Zeiten durchstanden, aber es war immer da. Und wir sind der festen Überzeugung, dass das KaDeWe auch in Zukunft als Warenhausflaggschiff, als Warenhausikone in unserer Stadt erhalten bleiben wird», sagte Giffey.

Das Handelsunternehmen KaDeWe Group mit den Luxus-Kaufhäusern KaDeWe in Berlin, Oberpollinger in München und Alsterhaus in Hamburg hatte in den vergangenen Tagen Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen will sich über diesen Weg unter anderem von zu hohen Mieten befreien, die nach Ansicht der Geschäftsführung «ein nachhaltiges, ertragreiches Wirtschaften nahezu unmöglich» machen. Der Betrieb in den drei Geschäften geht nach Unternehmensangaben weiter. Die Insolvenz des Handelsunternehmens The KaDeWe Group GmbH folgt wenige Wochen, nachdem das Signa-Firmengeflecht des österreichischen Investors René Benko in Schieflage geriet. Signa ist an der KaDeWe-Gruppe beteiligt.

Die Geschäftstätigkeit der KaDeWe-Gruppe sei als sehr gut zu bezeichnen, sagte Giffey. Das Unternehmen habe ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr mit Umsätzen von mehr als 700 Millionen Euro abgeschlossen. Das Weihnachtsgeschäft sei exzellent gewesen.

Im Vergleich zum Jahr 2019 seien die Mieten aber um mehr als 37 Prozent gestiegen. Bei einer Verkaufsfläche von mehr als 60.000 Quadratmetern im Berliner KaDeWe sei das eine unglaubliche Belastung.

Der Warenhaus-Standort Deutschland ist nicht erst mit der KaDeWe-Insolvenz in die Krise geraten. Bereits vor einigen Wochen hatte auch Galeria Karstadt Kaufhof zum wiederholten Mal ein Insolvenzverfahren beantragt. GKK sucht nun einen neuen Eigentümer.

Aus Sicht von Handelsexperte Thomas Roeb wird das Insolvenzverfahren der KaDeWe Group diese Suche nicht erschweren. «Wer sich für Galeria interessiert, interessiert sich nicht unbedingt auch für die Premium-Häuser», sagte der Wissenschaftler der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg der Deutschen Presse-Agentur. «Der Premium-Bereich stellt Sonderanforderungen an das Sortimentsangebot, hier sind andere Fähigkeiten erforderlich als bei den Galeria-Häusern», sagte Roeb.

Ähnlich sieht es Johannes Berentzen, Chef der Handelsberatung BBE - er stuft die Rettungschancen für eine größere Zahl an Galeria-Häusern aber ohnehin als gering ein. Daran ändere die KaDeWe-Insolvenz nichts.

© dpa
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