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Erneute Ermittlungen zu tödlichem Polizeieinsatz

Nach einem Polizeieinsatz im September 2022 fällt ein psychisch kranker Mann ins Koma und stirbt wenig später. Der Bruder erhebt Vorwürfe - und lässt nicht locker.
Pressekonferenz Beratungsstelle ReachOut
Mutombo Mansamba sitzt hinter einem Bild seines gestorbenen Bruders Kupa Ilunga Medard Mutombo. Anlass ist die Pressekonferenz der Beratungsstelle ReachOut zum Fall von Kupa Ilunga Medard Mutombo, der drei Wochen nach einem Polizeieinsatz ums Leben kam. © Carsten Koall/Deutsche Presse-Agentur GmbH/dpa

Rund eineinhalb Jahre nach dem Tod eines Schwarzen, psychisch kranken Mannes nach einem Polizeieinsatz in Berlin hat die Staatsanwaltschaft erneut Ermittlungen zu dem Fall aufgenommen. Hintergrund ist eine erneute Beschwerde des Bruders des 64-Jährigen. Den vorgebrachten Anregungen zur Ermittlung solle noch nachgegangen werden, teilte ein Sprecher der Berliner Behörde am Dienstag auf Anfrage mit. Zuvor hatte die «taz» berichtet. Es werde weiterhin wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt gegen Unbekannt ermittelt, so der Sprecher.

Der 64-Jährige, der an Schizophrenie litt, war am 6. Oktober 2022 im Krankenhaus gestorben. Zuvor hatte er im Koma gelegen. Dazu kam es nach einem Polizeieinsatz am 14. September 2022: Im Beisein seines Betreuers sollte der Mann von Polizisten aus einem Heim in Spandau in ein psychiatrisches Krankenhaus verlegt werden. Ein Gericht hatte das angeordnet. Der 64-Jährige leistet nach früheren Polizeiangaben erheblichen Widerstand. Ihm sei darum eine Handfessel angelegt worden. Der 64-Jährige kollabierte, fiel ins Koma und starb nach etwa drei Wochen. Laut Obduktionsbericht war die Todesursache ein durch Sauerstoffmangel bedingter Hirnschaden, wie die «taz» schrieb.

Der Bruder des Toten, Mutombo Mansamba, verlangt seitdem die Aufklärung der Vorgänge. Er wirft der Polizei Gewalt vor und erstattete Strafanzeige wegen Körperverletzung im Amt. Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren nach wenigen Monaten ein. Nach einer Beschwerde ermittelte sie erneut - und stellte wieder ein. Nun wurden die Ermittlungen erneut aufgenommen.

Nach früheren Angaben des Bruders hat der Betreuer das Vorgehen der Polizei im September 2022 verglichen mit dem Ereignis, bei dem der schwarze US-Amerikaner George Floyd 2020 von einem Polizisten erstickt wurde. Die Berliner Opferberatungsstelle Reachout sprach damals von «Tötung» des Mannes. Für den Vorwurf von Rassismus in diesem Fall wurden aber keine Hinweise vorgelegt.

© dpa
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