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Trotz Strafrunden: Biathleten setzten Erfolgsserie fort

In einem wilden Rennen werden die deutschen Biathleten in Ruhpolding Zweite mit der Staffel. Benedikt Doll muss zweimal in die Strafrunde, trotzdem wird am Ende gejubelt.
Biathlon Weltcup Ruhpolding - Staffel Männer
Tommaso Giacomel aus Italien kommt als Dritter ins Ziel. © Sven Hoppe/dpa

Die Fortsetzung der Staffel-Erfolgsserie tröstete Benedikt Doll über seinen verkorksten Auftritt am Schießstand hinweg. «Sonst hätte ich mich deutlich mehr geärgert», sagte der Ex-Weltmeister nach Platz zwei beim Heim-Weltcup in Ruhpolding. Ausgerechnet der zweimalige Saisonsieger leistete sich am Donnerstag gleich zwei Strafrunden und vergab so den möglichen ersten Sieg für das Team seit fast drei Jahren. «Es ist verrückt, dass so etwas nach so vielen Jahren im Biathlon noch passiert», sagte Doll und konnte seinen Aussetzer vor 12.000 Zuschauern selbst kaum fassen.

Der Fauxpas beim Stehendschießen warf das deutsche Quartett nach langer Führung zwischenzeitlich bis auf Platz sieben zurück. Einer ganz starken Vorstellung von Schlussläufer Philipp Nawrath war es schließlich zu verdanken, dass nur Olympiasieger Norwegen früher im Ziel ankam. Justus Strelow, Johannes Kühn, Doll und Nawrath hatten nach 4 x 7,5 Kilometern 45,0 Sekunden Rückstand auf die Skandinavier, Rang drei sicherte sich Italien. Für die DSV-Skijäger war es im vierten Staffelrennen des Winters der vierte Podestplatz. Am Mittwoch hatten die deutschen Frauen zum Auftakt Rang drei belegt.

«Ich muss einen Tick langsamer machen», sagte Doll. Er habe sich zu einem zu schnellen Schießen verleiten lassen, sagte der 33-Jährige im ZDF: «Das ist nicht so meins und das ärgert mich. Aber umso beeindruckender ist, was die drei anderen so veranstaltet haben.» Das befand auch Nawrath und lobte gut einen Monat vor dem wichtigen WM-Rennen in Tschechien seine Teamkollegen: «Es zeugt von unserer Mega-Verfassung, dass es trotzdem zum Podest reicht.»

Startläufer Strelow übernahm schon kurz nach dem Start die Führung und hielt sich auch mit einem Nachlader im ersten Schießen weit vorn. Bei erneut perfekten Bedingungen mit wenig Wind und guter Sicht bejubelten 12.000 Fans kurz danach, wie Strelow nach einem perfekten Stehendschießen erneut an die Spitze stürmte. «Es war das Ziel, mit der Führungsgruppe zu übergeben. Das ist uns gelungen», sagte Strelow.

Kühn ging mit 0,3 Sekunden Vorsprung vor Frankreich auf die Strecke, es folgte eine ganze Reihe an Verfolgern. Dazu gehörten auch die Norweger, die zuvor alle drei Staffelrennen des Winters gewonnen hatten. Allerdings verzichteten die Olympiasieger auf einen Einsatz des etwas schwächelnden Johannes Thingnes Bö, der freiwillig pausierte. Weil auch Kühn alle fünf Scheiben abräumte, ging Favorit Norwegen weiter nicht in Führung, das übernahm Johannes Dale-Skjevdal aber vor dem nächsten Gang an den Schießstand.

Nach drei Extrapatronen verlor er Platz eins aber schnell wieder, Kühn festigte mit einem Nachlader den Platz in der Spitzengruppe und konnte trotz eines kurzen Strauchlers als Erster vor den Franzosen an Ex-Weltmeister Doll übergeben. Der zweimalige Saisonsieger war zunächst mit allen fünf Schüssen erfolgreich, bevor der Schwarzwälder alle Siegchancen vergab. Gleich zwei Strafrunden im Stehendschießen warfen das Team bis auf Platz sieben zurück, während Routinier Tarjei Bö souverän die Führung übernahm.

Der deutsche Schlussläufer Nawrath startete mit einer Minute Rückstand auf Norwegen als Siebter, kämpfte sich vor dem finalen Schießen aber wieder bis auf Rang drei - und schaffte es schließlich mit einem Kraftakt sogar noch weiter nach vorn.

© dpa ⁄ Sandra Degenhardt und Thomas Wolfer, dpa
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