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Steinwürfe aus Lkw: Plädoyers im Prozess um Mordversuche

Aus Langeweile hatte ein Lasterfahrer in Schwaben Steine auf entgegenkommende Autos geworfen. Er muss sich wegen eine Reihe von Mordversuchen verantworten. Nun geht der Prozess zu Ende.
Gerichtsmikrofone
Mikrofone und Kopfhörer auf einem Tisch in einem Gerichtssaal. © Jonas Walzberg/dpa/Symbolbild

Nach Steinwürfen auf Autos auf Bundesstraßen in Schwaben sollen in dem Prozess wegen mehrfachen Mordversuchs am Montag (9.00 Uhr) die Plädoyers gehalten werden. Der angeklagte 50 Jahre alte Lasterfahrer hatte in dem Verfahren vor dem Landgericht Augsburg ein Geständnis abgelegt.

Er wird beschuldigt, in mindestens zwölf Fällen auf den autobahnähnlichen B2 und B17 im Norden von Augsburg Steine aus seinem Lkw heraus auf die entgegenkommenden, bis zu 120 km/h schnellen Fahrzeuge geworfen zu haben. Vier Menschen wurden durch die Steinwürfe verletzt. Nach Angaben der Ermittler hatte der Berufskraftfahrer eines Bauunternehmens faustgroße, bis zu 100 Gramm schwere Steine benutzt.

Zehn Steinwürfe wertet die Staatsanwaltschaft als Mordversuch. Die Ermittlungsbehörde hatte ursprünglich mehr als 50 Fälle angeklagt. Doch der Großteil der in der damaligen Anklageschrift aufgelisteten Steinwürfe wurde mittlerweile rausgenommen. Grund ist, dass diese Fälle bei einer Verurteilung nicht mehr wesentlich ins Gewicht fallen würden.

Der angeklagte Rumäne hatte die Steinwürfe aus seiner Fahrerkabine heraus mit der Langeweile seines Jobs begründet, sein Verteidiger sprach von der «Einsamkeit des Fernfahrers». Der 50-Jährige sagte auch, dass er mit den Würfen seinen alltäglichen Ärger loswerden wollte. «Es war eine Erleichterung», sagte er über die Taten.

Wann die Strafkammer das Urteil verkündet, ist noch unklar.

© dpa
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