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Marx ruft Christen auf, «Zeugen der Hoffnung» zu sein

An Pfingsten gibt es keine Geschenke und kein Brauchtum, das sich auch in der säkularen Gesellschaft hält. Die beiden großen Kirchen in Bayern rufen zu Hoffnung und Zuversicht auf.
Kardinal Reinhard Marx
Reinhard Kardinal Marx, Erzbischof von München und Freising, spricht ein Grußwort. © Daniel Vogl/dpa

Christinnen und Christen sollen nach Worten des Münchner Kardinals Reinhard Marx «Zeuginnen und Zeugen der Hoffnung» sein. Sie sollten nicht «die Resignation der Welt» verdoppeln und auch nicht beklagen, wie schlimm die Verhältnisse seien, sagte er laut Mitteilung am Pfingstmontag in München. Hoffnungslosigkeit, Tod, Kriege hätten nicht das letzte Wort.

Der Erzbischof von München und Freising verglich den Heiligen Geist, der an Pfingsten im Mittelpunkt steht, mit einem «Sturm des Lebens». Er habe alles in Bewegung gesetzt, alle Glaubenden dürften deshalb darauf vertrauen, dass der schöpferische Geist Gottes am Werk sei, auch wenn das manchmal schwer zu begreifen sei: «Wenn wir in die Welt hineinschauen, kommen Gegenbilder des Todes, der Gewalt, der Unterdrückung, der Trostlosigkeit, der Resignation.» Es sei an den Christinnen und Christen, zu rufen, dass es eine Hoffnung gebe, die unzerstörbar sei.

An Pfingsten erinnert das Christentum an die biblische Geschichte, wonach der Heilige Geist auf Jesu Jünger herabkam und sie ihre Furcht verloren.

Die evangelische Kirche in Bayern feierte traditionell am Pfingstmontag einen Kirchentag auf dem mittelfränkischen Hesselberg bei Gerolfingen (Landkreis Ansbach). Landesbischof Christian Kopp bezeichnete in seiner Predigt den christlichen Glauben als «Powerpackung für Zuversicht und Lebensmut». Religion erfülle zwei Grundbedürfnisse, die jeder Mensch habe - Verbundenheit und Weltgestaltung. Christinnen und Christen seien «notorisch hoffnungsvoll, unverbesserlich zuversichtlich und entschieden humorvoll».

Am Pfingstsonntag hatte der Bamberger Erzbischof Herwig Gössl dazu aufgerufen, den Teufelskreis aus Rache und Vergeltung zu durchbrechen. Es koste Überwindung, versöhnlich zu sein, Friedensangebote zu machen und diese auch durchzuhalten. Das gelte auch für die alltäglichen Kleinkriege und Konflikte: «Der Heilige Geist bewirkt, dass man sich versteht, auch wenn ganz unterschiedliche Sprachen, Blickwinkel, Einstellungen und Traditionen aufeinandertreffen», sagte er laut Mitteilung.

Die allermeisten Menschen sehnten sich nach Frieden und diese Sehnsucht steige, je zerbrechlicher dieser Friede werde, je unerreichbarer er scheine, betonte der katholische Geistliche. «Am stärksten ist die Friedenssehnsucht sicher dort ausgeprägt, wo die Bomben fallen, in vielen Ortschaften der Ukraine, im Gaza-Streifen und in Nordisrael, im Jemen und im Sudan und wo überall Menschen mit brutaler Waffengewalt aufeinander losgehen.»

© dpa
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