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Letzte Generation blockiert Straßen in Nürnberg und Fürth

Klimaaktivisten der Letzten Generation wollen verstärkt in Bayern mit Aktionen auffallen. Nun machen sie erneut in Nürnberg Halt.
Straßenblockade der «Letzten Generation» in Nürnberg
Ein Aktivist (r.) der Klimaschutzorganisation «Letzte Generation» protestiert vor dem Nürnberger Hauptbahnhof. © Daniel Karmann/dpa

Aufgrund von Blockadeaktionen der Letzten Generation ist der Verkehr auf Straßen in Nürnberg und Fürth am Donnerstag zeitweise zum Erliegen gekommen. Die Klimaaktivisten setzten sich in Nürnberg vor dem Hauptbahnhof mit Bannern auf die Straße und blockierten den Verkehr, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Wegen des Polizeieinsatzes hätten am Bahnhofsvorplatz vorübergehend auch keine Busse und Straßenbahnen fahren können. 41 Teilnehmer der Protestaktion kamen in Gewahrsam, nach rund einer Stunde waren die Straßen wieder frei.

Schon zuvor hätten Polizisten einige der Aktivisten zur Seite geschoben, um einem Verkehrsteilnehmer die Weiterfahrt zu ermöglichen, sagte ein Polizeisprecher. Der Mann habe «glaubhaft geltend gemacht, dass er ins Krankenhaus musste». Daher hätten die Beamten nicht bis zur offiziellen Auflösung der Versammlung warten wollen.

Bereits zuvor hatten Aktivisten an drei Straßen in Nürnberg und Fürth den morgendlichen Berufsverkehr blockiert. Festgeklebt hatte sich dabei laut Polizei keiner.

Die Letzte Generation macht seit 2022 regelmäßig mit Sitzblockaden auf Straßen, aber auch mit anderen umstrittenen Aktionen auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam. Es gehe um nichts weniger als das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit, das die Regierung derzeit durch ihr Handeln infrage stelle, teilte die Gruppe zu den Aktionen am Donnerstag mit.

Die Polizei stufte die Blockaden den Angaben nach als Versammlungen ein und löste sie auf. Gegen die Teilnehmer wird wegen Nötigung und Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz ermittelt. Ein längerfristiger Gewahrsam für die Aktivisten stand laut einem Polizeisprecher am Donnerstagnachmittag aber nicht zur Diskussion.

In Nürnberg untersagt eine Allgemeinverfügung seit Juli unangemeldete Aktionen wie das Festkleben von Klimaaktivisten auf Straßen. Wer sich widersetzt, muss laut Stadt mit Geldbußen von bis zu 3000 Euro rechnen. Rechtzeitig angezeigte Klimaproteste sowie Versammlungen und Demonstrationen sind den Angaben zufolge nicht betroffen.

Mitte Juli hatten Aktivisten der Letzten Generation bereits den Frankenschnellweg in Nürnberg blockiert. Weil im Stau als Folge der Blockade ein Autofahrer auf einen Sattelschlepper aufgefahren und schwer verletzt worden war, ermittelt die Polizei in diesem Fall auch wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

Die Gruppe hatte angekündigt, dass es in dieser Woche verstärkt Aktionen in mehreren Städten Bayerns geben soll. Am Montag und Dienstag blockierten Aktivisten mehrere Straßen in Würzburg. 43 Menschen kamen danach zeitweise in Gewahrsam.

© dpa
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