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Juncker mit Karlspreis der Sudetendeutschen ausgezeichnet

Einst war er «Mr. Europa». Für sein Engagement für die EU ist Jean-Claude Juncker mit dem Karlspreis der Sudetendeutschen geehrt worden. Der Verband sieht in ihm einen herausragenden Europäer.
Eröffnung 74. Sudetendeutscher Tag
Jean-Claude Juncker, ehemaliger Präsident der Europäischen Kommission, bedankt sich beim 74. Sudetendeutschen Tag in einer Videobotschaft für die Verleihung des Karls-Preises 2024 der Sudetendeutschen Landsmannschaft. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Der ehemalige Präsident der EU-Kommission, Jean-Claude Juncker, hat am Samstag den Europäischen Karlspreis der Sudetendeutschen erhalten. Die Auszeichnung wurde zur Eröffnung des 74. Sudetendeutschen Tages, dem traditionellen Pfingsttreffen des Vertriebenenverbandes, in Augsburg verliehen. Der 69-jährige Juncker wurde für seine langjährigen Verdienste um ein geeintes Europa geehrt. Er war aus gesundheitlichen Gründen nicht nach Augsburg gereist, wurde aber per Video zugeschaltet.

Er sei ein «herausragender Staatsmann, der luxemburgischer Patriot ist und gleichzeitig keinem Nationalstaat gehört, sondern allen Europäern», hatte der Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe, Bernd Posselt, bereits im Vorfeld den Preis begründet. Juncker habe maßgeblich an der europäischen Integration mitgewirkt, sei einer der Väter des Binnenmarktes sowie des Euro und habe die EU-Osterweiterung vorangetrieben. Juncker war ab 1995 nahezu zwei Jahrzehnte luxemburgischer Ministerpräsident, die EU-Kommission führte er von 2014 bis 2019 als Präsident.

Der Karlspreis ist nach dem mittelalterlichen Kaiser Karl IV. benannt. Die Sudetendeutschen verleihen den Preis seit 1958. Die Auszeichnung ist für Persönlichkeiten und Einrichtungen aus Politik, Geistesleben oder Wirtschaft gedacht, «die sich besondere Verdienste um die Verständigung und Zusammenarbeit der Völker und Länder Mitteleuropas erworben haben». Zu den bisherigen Preisträgern zählen der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, der einstige Bundespräsident Karl Carstens (CDU) sowie mehrere bayerische CSU-Ministerpräsidenten.

Die Sudetendeutschen wurden nach dem Zweiten Weltkrieg aus der damaligen Tschechoslowakei vertrieben. Sie fanden zu einem großen Teil in Bayern eine neue Heimat. Der Freistaat hatte in der Folge die Schirmherrschaft für die Sudetendeutschen übernommen - dadurch gelten sie als vierter Stamm Bayerns neben den Altbayern, Franken und Schwaben.

© dpa
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