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Eberl naht: Trainersuche und Kaderfragen wichtige Aufgaben

«Ein großes Kaliber» hat der FC Bayern schon vor neun Monaten für den Posten des Sportvorstands angekündigt. Jetzt ist es wohl so weit.
Leipzigs Sportdirektor Eberl
Max Eberl steht vor einem Spiel in der Red-Bull-Arena. © Jan Woitas/dpa

Der Vollzug der Verpflichtung von Max Eberl steht beim FC Bayern München unmittelbar bevor. In der Aufsichtsratssitzung an diesem Montag wird dem Vernehmen nach das Votum für den langjährigen Gladbacher und ehemaligen Leipziger Manager fallen. «Wir haben früh genug verkündet, dass wir wieder einen Sportvorstand suchen. Und jetzt werden wir am Montag darüber beraten. Und wenn wir entschieden haben, werden wir auch informieren», sagte der Aufsichtsratsvorsitzender und Präsident Herbert Hainer.

Nach dpa-Informationen sind sich der FC Bayern und RB Leipzig bereits einig, die Münchner zahlen eine Ablösesumme für den 50-Jährigen. Die Sachsen verbuchen demnach insgesamt 4,5 Millionen Euro. «Es ist jeder willkommen, der uns weiterbringt», sagte Vorstandschef Jan-Christian Dreesen. Einen neuen Sportvorstand fände er gut.

Im Falle der Verpflichtung muss Eberl vor allem die Trainersuche vorantreiben. Die Trennung von Thomas Tuchel zum Saisonende ist beschlossene Sache. «Wir wollen auf dem Trainerstuhl mehr Kontinuität. Das streben wir an», sagte Dreesen.

Dazu würde Eberl maßgeblich mögliche Veränderungen am Kader in die Wege leiten. «Wir müssen uns am Ende der Saison hinsetzen und analysieren, was ist los, warum spielen wir nicht so gut», sagte Aufsichtsratsvorsitzender Hainer. «Liegt es nur am Trainer oder müssen wir auch in der Mannschaft was ändern.»

Der frühere Langzeit-Manager und heutige Ehrenpräsident Uli Hoeneß hofft, eine langfristige Lösung für den Posten des Sportvorstands zu finden. Seinen Fahrplan zeichnete er bereits im vergangenen Jahr ab. Zusammen mit dem langjährigen Bayern-Kollegen Karl-Heinz Rummenigge und Präsident Hainer habe man versucht, den Verein nach Problemen «wieder in ein ruhiges Fahrwasser» zu bringen. Danach werde man den Verein weiter wohlwollend beraten, «aber wir werden nicht dreimal die Woche hier sein, um Dinge zu besprechen», sagte er über sich und Rummenigge.

Die Sportvorstände des FC Bayern München:

Matthias Sammer (2012-2016): Nach den drei zweiten Plätzen in der bislang letzten titellosen Saison der Münchner wurde Sammer im Juli 2012 als neuer Sportvorstand verpflichtet. Sportdirektor Christian Nerlinger musste gehen. Durch die Verpflichtung von Sammer stand Jupp Heynckes als Trainer weniger stark im Fokus. Der Coach führte den FC Bayern 2013 zum ersten Triple im deutschen Fußball. Wenige Monate nachdem Sammer aus gesundheitlichen Gründen kürzertrat, verließ er die Münchner im Sommer 2016 «auf eigenen Wunsch».

Hasan Salihamidzic (2017-2023): Die zweite Karriere von Salihamidzic beim FC Bayern entstand eher zufällig weit entfernt von München in Asien. Rummenigge und Hoeneß fanden bei der PR-Tour die verblüffende Besetzung des Sportdirektorenpostens. Salihamidzic stieg später zum Sportvorstand auf, durfte in der Saison 2019/20 wie Sammer sieben Jahre zuvor ebenfalls das Triple feiern. Der Konflikt mit Trainer Hansi Flick sorgte für eine Führungskrise, zudem wurden dem Bosnier Fehler in der Kaderbesetzung angelastet. Zwei Monate nach der Trennung von Trainer Julian Nagelsmann im März 2023 musste Salihamidzic ebenso wie Vorstandschef Oliver Kahn gehen.

Max Eberl (?): Als neuer Sportvorstand werde «ein großes Kaliber» gesucht, betonte Präsident Hainer schon im Mai beim Münchner Vorstandsbeben. Da hatte Eberl aber erst wenige Monate zuvor nach einer privaten Auszeit bei RB Leipzig angeheuert. Hoeneß wollte den früheren Bayern-Jugendspieler einst schon als Nachfolger von Sammer. Für den wurde damals nach langer Vakanz aber eben Salihamidzic installiert. Eberl arbeitete vor der Station Leipzig, die für Manager und Club nicht wie erhofft verlief, viele Jahre erfolgreich für Borussia Mönchengladbach.

© dpa
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