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Sparkassen-Privatkunden greifen auf Ersparnisse zurück

Während der Corona-Pandemie konnten die Menschen deutlich mehr Geld zurücklegen. 2023 griffen Sparkassen-Privatkunden aber wieder vermehrt auf ihr Erspartes zurück - auch wegen der Inflation.
Sparkasse
Ein defektes Logo der Sparkasse ist an der Fassade eines Gebäudes in der Innenstadt zu sehen. © Marijan Murat/dpa

Die Privatkunden der Südwest-Sparkassen haben im vergangenen Jahr wieder vermehrt auf ihre Ersparnisse zurückgegriffen. Ihre Einlagen sanken um 1,4 Prozent auf rund 124,7 Milliarden Euro, wie der baden-württembergische Sparkassenverband am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. Die Gründe dafür seien etwa die gesunkene Sparfähigkeit der Menschen und die Auswirkungen der Inflation. Ein Teil des Geldes sei aber auch in andere Anlageformen wie Wertpapiere und Tagesgeld umgeschichtet worden.

Den Marktanteil bei Privateinlagen von 38 Prozent habe man dennoch gehalten, sagte der scheidende Sparkassenpräsident Peter Schneider. «Das heißt: Die Einlagenbildung ging gesamtwirtschaftlich zurück.»

In der Hochzeit der Corona-Pandemie waren die Spareinlagen der Menschen noch deutlich gestiegen. Sie konnten unter anderem deshalb mehr Geld zur Bank bringen, weil Urlaube und Restaurantbesuche nur teilweise möglich waren. Das Wachstum hatte sich aber bereits 2022 abgeschwächt: Die Einlagesumme der privaten Sparkassenkunden stieg damals aber immer noch um 2,3 Prozent Euro auf 126,4 Milliarden Euro.

Insgesamt stiegen die Kundeneinlagen der Sparkassen 2023 aber um 1,5 Prozent auf rund 171,5 Milliarden Euro. Das Plus ging insbesondere auf mehr Einlagen von Unternehmen und öffentlichen Haushalten zurück. Stichtag für die Daten war der 31. Dezember 2023.

Kreditzusagen gehen 2023 weiter zurück

Der Einbruch bei der Kreditvergabe setzt sich hingegen fort: Gemessen am Vorjahr sind die Zusagen für neue Kredite 2023 um fast ein Drittel zurückgegangen. Bis Ende Dezember sagten die Sparkassen demnach Kredite in Höhe von 22,1 Milliarden Euro zu - im Vorjahr waren es 32,9 Milliarden Euro. Die Entwicklung hatte bereits in der zweiten Jahreshälfte 2022 begonnen, unter anderem wegen der Inflation sowie steigender Bauzinsen und -kosten. Der Einbruch fiel bei der Immobilienfinanzierung daher noch deutlicher aus: Im Vergleich zu 2022 sank das Volumen neu zugesagten Baukredite um 45,0 Prozent.

Das Ergebnis der Südwest-Sparkassen lag mit rund 1,6 Milliarden Euro fast dreimal so hoch wie ein Jahr zuvor. Die Bilanzsumme stieg 2023 um 0,7 Prozent auf rund 245 Milliarden Euro. Die Sparkassen haben nach eigenen Angaben gut 1700 Filialen und mehr als fünf Millionen Privat- und Unternehmenskunden im Land.

© dpa
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