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Prozess um Handgranatenwurf: Lange Haftstrafe gefordert

Der Prozess gegen den Mann, der im vergangenen Jahr eine Handgranate auf eine Trauergemeinde geworfen haben soll, nähert sich dem Ende. Verteidigung und Staatsanwaltschaft fordern Haftstrafen.
Prozess um Handgranatenwurf
Der Angeklagte (r) betritt zu Beginn eines Prozesses wegen fünfzehnfachen versuchten Mordes den Gerichtssaal. © Bernd Weißbrod/dpa

Im Prozess um den Wurf einer Handgranate auf eine Trauergemeinde in Altbach bei Esslingen haben Staatsanwaltschaft und Verteidigung lange Haftstrafen für den Angeklagten gefordert. Die Staatsanwaltschaft habe in ihrem Plädoyer am Donnerstag eine Haftstrafe von 13 Jahren beantragt, sagte ein Sprecher des Landesgerichts Stuttgart am Freitag. Die Verteidigung habe eine Haftstrafe von elf Jahren gefordert. Zuerst hatte der Südwestrundfunk darüber berichtet.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem iranischen Staatsbürger in ihrer Anklage unter anderem versuchten Mord vor. Der zur Tatzeit 23-Jährige soll am 9. Juni eine Handgranate auf eine Trauergemeinde in Altbach bei Esslingen geworfen haben. Dabei wurden laut Staatsanwaltschaft mindestens 15 Menschen teils schwer verletzt. «Er nutzte bewusst aus, dass die Trauernden in Gedanken bei dem Verstorbenen waren», hatte der Staatsanwalt zum Prozessauftakt Anfang Dezember gesagt. Nur durch einen glücklichen Zufall sei die Granate an einem Ast abgeprallt und deswegen 30 Meter von der Trauergemeinde entfernt gelandet und explodiert.

Der Angeklagte hatte über seinen Verteidiger mitteilen lassen, die Anklage sei zutreffend. «Er möchte sich durch mich bei sämtlichen zu Schaden Gekommenen entschuldigen», hatte der Verteidiger am ersten Verhandlungstag ausgerichtet.

Hintergrund der Tat ist nach Ansicht der Ermittler eine seit vielen Monaten tobende Fehde zweier rivalisierender Gruppen im Raum Stuttgart. Die Gruppen bekriegen sich seit Monaten, immer wieder kommt es im Großraum Stuttgart zu Gewalttaten. Wiederholt wurde dabei auch auf Menschen geschossen. Bislang gab es nach Angaben des Landeskriminalamtes weit mehr als 50 Verhaftungen.

© dpa
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