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Daimler Truck trotz Absatzrückgang selbstbewusst

Daimler Truck präsentiert Rekordzahlen für 2023. Bei der Rentabilität macht der Dax-Konzern Fortschritte. Um die Ziele bei der Reduzierung der Fixkosten zu erreichen, gibt es aber noch viel zu tun.
Martin Daum - Daimler Truck
Martin Daum, der Vorstandsvorsitzende des Nutzfahrzeugherstellers Daimler Truck, steht vor der Firmenzentrale bei Stuttgart vor einem eActros Lastwagen. © Bernd Weißbrod/dpa

Der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck geht davon aus, 2024 weniger Fahrzeuge zu verkaufen und trotzdem die guten Geschäftszahlen aus dem vergangenen Jahr wiederholen zu können. Nach 526 053 verkauften Lkw und Bussen im vergangenen Jahr rechnet der Dax-Konzern aus Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart in diesem Jahr mit einem Absatz zwischen 490.000 und 510.000 Einheiten, wie Daimler Truck am Freitag anlässlich der Jahresergebniskonferenz mitteilte. Angesichts weiterhin schwieriger konjunktureller Rahmenbedingungen und dem Ausbleiben von Nachholeffekten gehe das Unternehmen von einer Normalisierung der Märkte aus, hieß es.

Dennoch sollen 2024 der Umsatz, das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sowie die Profitabilität im Industriegeschäft - also ohne die Finanzdienstleistungen gerechnet - in etwa auf dem Vorjahresniveau liegen.

Der Umsatz stieg 2023 im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent auf 55,9 Milliarden Euro, laut Unternehmen war dies unter anderem auf eine verbesserte Preisdurchsetzung zurückzuführen. Der Absatz war im vergangenen Jahr leicht um ein Prozent gewachsen. Um satte 39 Prozent stieg der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern auf rund 5,5 Milliarden Euro. Unter dem Strich stand ein Konzernergebnis von rund vier Milliarden Euro.

Konzernchef Daum sehr zufrieden

Konzernchef Martin Daum zeigte sich angesichts der vorgelegten Geschäftszahlen sehr zufrieden. 2023 sei ein Rekordjahr gewesen. Bei der Rentabilität habe Daimler Truck große Fortschritte gemacht, sagte Daum. So stieg die bereinigte operative Marge im Fahrzeuggeschäft um 2,2 Prozentpunkte auf 9,9 Prozent. Damit sei Daimler Truck seinem Ziel, bis 2025 eine bereinigte Umsatzrendite im Industriegeschäft von mehr als zehn Prozent zu erreichen, schon sehr nahegekommen.

Nicht ganz so zufrieden war Daum hingegen mit der Reduzierung der Fixkosten. Diese seien noch nicht ausreichend reduziert worden. Das Unternehmen will die Fixkosten bis 2025 im Vergleich zu 2019 um 15 Prozent reduzieren. Im vergangenen Jahr lag der Dax-Konzern bei sechs Prozent.

Freuen durften sich am Freitag rund 25.000 Beschäftigte von Daimler Truck in Deutschland. Sie erhalten mit der Entgeltabrechnung im April eine Ergebnisbeteiligung in Höhe von 7000 Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Und auch für Aktionärinnen und Aktionäre gab es eine gute Nachricht. Der Vorstand und Aufsichtsrat würden der Hauptversammlung, die Mitte Mai stattfindet, für das Geschäftsjahr 2023 eine Dividende von 1,90 Euro je Aktie vorschlagen, hieß es laut Mitteilung. Nach 1,30 Euro je Aktie für den Vorjahreszeitraum.

© dpa
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