Games Music Hörbücher Gymondo MyTone Alle Services
vodafone.de

Behörden geben Nawalnys Leiche nicht zur Beerdigung frei

Eine Mutter will endlich ihren Sohn beerdigen. Die Behörden stellen jedoch Bedingungen. Doch Ljudmila Nawalnaja gibt nicht auf.
Alexej Nawalny
Kremlkritiker Alexej Nawalny wurde nur 47 Jahre alt. © Pavel Golovkin/AP/dpa

Die russischen Behörden legen der Mutter des verstorbenen Kremlkritikers Alexej Nawalny erneut Steine in den Weg. Ljudmila Nawalnaja sei von einem der Ermittler ultimativ aufgefordert worden, umgehend einer Bestattung ohne öffentliche Verabschiedung zuzustimmen, ansonsten werde Nawalny in der Strafkolonie begraben, berichtete Sprecherin Kira Jarmysch auf der Plattform X (ehemals Twitter).

«Sie weigerte sich, mit dem Ermittlungskomitee zu verhandeln, da dieses nicht befugt sei, zu entscheiden, wie und wo ihr Sohn beerdigt werden solle.» Nawalnaja habe vielmehr auf Einhaltung des Gesetzes bestanden, nach dem die Ermittler verpflichtet seien, die Leiche innerhalb von zwei Tagen nach Feststellung der Todesursache, in diesem Fall also Samstag, zu übergeben.

Nawalnys Mutter bestehe darauf, «dass die Behörden die Beerdigung und die Trauerfeier nach den üblichen Gepflogenheiten stattfinden lassen». Die Mutter des im russischen Straflager gestorbenen Kremlgegners hatte nach tagelangem Warten erst am Donnerstag Zugang zu seiner Leiche erhalten. Sie habe den Körper ihres Sohnes in der Leichenhalle zu sehen, aber nicht ausgehändigt bekommen, teilte Ljudmila Nawalnaja in einem Video mit.

Der 47-Jährige war am Freitag vergangener Woche im Straflager gestorben. Seither hatte die Mutter die Leiche in der Region am Polarkreis gesucht. Sie forderte erneut in dem Video, dass ihr der Leichnam ausgehändigt werde, damit sie ihn beerdigen könne.

Nawalnaja hatte dem Machtapparat schon am Donnerstag vorgeworfen, sie zu erpressen und ihren Sohn heimlich beerdigen zu wollen. «Sie stellen Bedingungen, wo, wann und wie ich Alexej beerdigen soll. Das ist gegen das Gesetz», sagte sie.

Nawalny ist am 16. Februar nach Behördenangaben im Straflager mit dem inoffiziellen Namen «Polarwolf» in der sibirischen Arktisregion Jamal unter nicht geklärten Umständen ums Leben gekommen. Der durch den Giftanschlag und wiederholte Einzelhaft im Lager geschwächte Politiker soll bei einem Rundgang auf dem eisigen Gefängnishof zusammengebrochen und trotz Wiederbelebungsversuchen gestorben sein.

© dpa
Das könnte Dich auch interessieren
Empfehlungen der Redaktion
24 Stunden Joko und Klaas
Tv & kino
Joko und Klaas waren ein Tag ProSieben
Salman Rushdie
People news
Rushdie: Trump wäre bei zweiter Amtszeit schlimmer
Joko & Klaas
Tv & kino
TV-Piraten Joko und Klaas kapern auch Sat.1
Online-Plattform Tiktok
Internet news & surftipps
US-Gesetz zu Tiktok-Verkauf nimmt Fahrt auf
Tiktok
Internet news & surftipps
US-Repräsentantenhaus stimmt erneut für Tiktok-Verkauf
Künstliche Intelligenz
Internet news & surftipps
Mehrheit hat noch keine KI genutzt
Real Madrid - FC Barcelona
Fußball news
Real Madrid feiert späten Sieg im Clásico
Grüner Tee
Familie
Was nicht nur Taylor Swift über L-Theanin wissen sollte