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Schulabgänger ohne Berufsreife - Blick auf Förderschulen

Eine vierstellige Zahl an Schülern geht in Rheinland-Pfalz ohne Berufsreife von einer allgemeinbildenden Schule ab. Ministerin Hubig hat Ansatzpunkte im Blick, wie die Zahl gesenkt werden kann.
Unterricht in einem Klassenraum
Ein Schüler meldet sich per Handzeichen während eine Lehrerin vor einer digitalen Schultafel im Klassenraum einer 4. Klasse steht. © Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild

In Rheinland-Pfalz haben in den vergangenen Jahren pro Schuljahr jeweils zwischen 2000 und 3000 Schüler eine allgemeinbildende Schule ohne Berufsreife verlassen. Das geht aus einer Antwort des Bildungsministeriums in Mainz auf eine Anfrage aus der Grünen-Fraktion hervor. Die Landesregierung versucht mit unterstützenden Projekten gegenzusteuern und verspricht sich weitere Fortschritte von ergänzten Konzepten an Förderschulen.

Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Unser Ziel ist es, die Anzahl der Schülerinnen und Schüler ohne Abschluss so gering wie möglich zu halten.» Es werde eng mit der Arbeitsagentur oder Kammern zusammengearbeitet. Besonders im Blick seien Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Förderschulen würden in den kommenden Jahren ihre Konzepte verstärkt darauf ausrichten, dass Schüler, die die Berufsreife anstrebten, Anschluss an den Unterricht in Regelschulen finden.

Wie aus der Antwort des Ministeriums auf die parlamentarische Anfrage hervorgeht, verließen beispielsweise im Schuljahr 2021/22 unter dem Strich 2881 Schülerinnen und Schüler das allgemeinbildende Schulsystem ohne Berufsreife. 2020/21 waren es 2759, im Schuljahr 2019/20 mit 2460 etwas weniger und 2018/19 waren es 2958. Für das Schuljahr 2022/23 liegen laut Ministerium noch keine Daten vor.

Unter einem Abschluss der Berufsreife ist der erste allgemeinbildende Schulabschluss zu verstehen, der an Regelschulen erworben werden kann. Davon abgesehen gibt es noch die Möglichkeit, einen solchen Abschluss etwa an berufsbildenden Schulen begleitend zu einer dualen Ausbildung zu erwerben. Schülerinnen und Schüler, die ohne einen Abschluss der Berufsreife von einer allgemeinbildenden Schule abgehen, unterliegen weiter der Schulpflicht. Sie können aber durchaus eine Berufsausbildung beginnen und ihm Rahmen dieser an einer Berufsschule einen Abschluss der Berufsreife machen. Schüler, die keine Ausbildung starten, besuchen ein Berufsvorbereitungsjahr. Dort haben sie erneut die Möglichkeit, die Berufsreife zu erwerben.

Der Antwort des Ministeriums zufolge sind unter den 2881 Abgängern ohne Berufsreife im Schuljahr 2021/22 unter dem Strich 1649 Schülerinnen und Schüler mit einem sonderpädagogischem Förderbedarf und 1232 ohne einen solchen. Bei der Auflistung der Schularten kommen Förderschulen mit 1340 Schülerinnen und Schülern auf die höchste Zahl, gefolgt von der Realschule plus mit 1124, den Integrierten Gesamtschulen mit 390 und den Gymnasien mit 27 Schülern.

Die hohen Zahlen bei Förderschulen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf lassen sich laut Ministerium auch damit erklären, dass Schüler mit Abschlusszeugnissen in zwei von insgesamt sieben sonderpädagogischen Förderschwerpunkten als Abgänge ohne Berufsreife in die Statistik eingehen. Konkret trifft das auf die Förderschwerpunkte «Lernen» und «ganzheitliche Entwicklung» zu. In denen wird laut Ministerium mit rund 87 Prozent das Gros der Schüler an Förderschulen unterrichtet.

Hubig betonte, auch junge Menschen, die im Förderschwerpunkt Lernen unterrichtet würden, sollten im Rahmen ihrer Möglichkeiten den Berufsreifeabschluss anstreben können, sei es an Realschulen plus oder Integrierten Gesamtschulen, im freiwilligen zehnten Schuljahr an Förderschulen, im Rahmen des Projekts «Keine/r ohne Abschluss» oder in einem Berufsvorbereitungsjahr. 2021/22 haben laut Ministerium 2749 Schülerinnen und Schüler ein Berufsvorbereitungsjahr gemacht. Hierzu gibt es auch neuere Zahlen: Im Schuljahr 2022/23 waren es 2915.

© dpa
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