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Baby von toter Frau gefunden: Tatverdächtige festgenommen

Nach dem Fund einer Frauenleiche in Hockenheim sitzen zwei Verdächtige in U-Haft. Sie hatten das Baby der Toten bei sich. Die Mutter der Frau gilt als wichtige Zeugin - doch sie ist weiter verschwunden.
Leiche einer Frau am Rhein gefunden
Am Rheindamm wurde die Leiche einer Frau gefunden. © René Priebe/pr-video/dpa

Nach dem Fund einer toten Frau in Hockenheim in der vergangenen Woche sind zwei Tatverdächtige im Rhein-Neckar-Kreis festgenommen worden. Die 43 und 44 Jahre alten Personen hatten das fünf Wochen alte Baby der Frau bei sich, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilten. Sie sind seit Donnerstag in Untersuchungshaft. Gegen sie bestehe der dringende Verdacht, die 27-jährige Frau - nach früheren Angaben eine ukrainische Geflüchtete - getötet zu haben.

Das fünf Wochen alte Mädchen ist laut Sprecherin der Staatsanwaltschaft unversehrt, wurde aber dennoch vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Ein DNA-Abgleich ergab, dass es sich um die Tochter der Getöteten handelt. Das Kleinkind befinde sich nun in der Obhut des Jugendamtes.

Die eingerichtete Sonderkommission «Rampe» sucht derweil weiterhin nach der Mutter des Opfers. Die 51-Jährige gilt als eine der wichtigsten Zeuginnen, weil sie womöglich die letzte gewesen ist, die Kontakt zu ihrer Tochter gehabt habe. Beide waren verschwunden und wurden von der Polizei gesucht. Zuletzt soll die Tote mit ihrer Mutter sowie ihrer Tochter unterwegs gewesen sein.

Ein Passant hatte die tote Frau am vergangenen Donnerstag nahe dem Rheinufer an einer sogenannten Nato-Rampe entdeckt. Sie war nach Polizeiangaben mit ihrem Baby und ihrer Mutter in einer Flüchtlingsunterkunft im Rhein-Neckar-Kreis untergebracht gewesen. Nach einer Obduktion stand fest, dass die 27-Jährige durch äußere Gewalteinwirkung starb. Zum möglichen Ablauf der Tat oder zu einer möglichen Tatwaffe machte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft zunächst keine Angaben.

Die Umgebung des Tatorts am Rheinufer wurde laut Polizei auch mit Spürhunden abgesucht, um «eventuelle Tatmittel» zu finden. 60 Polizistinnen und Polizisten arbeiten aktuell an dem Fall. Auch eine mysteriöse Feuerstelle in der Nähe des Auffindeorts der Leiche war den Ermittlern aufgefallen. Ob diese jedoch mit dem gewaltsamen Tod der Frau zusammenhing, war zunächst unklar.

© dpa
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