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4:0 in Köln: Dortmund trotz Abwehr-Not erneut ohne Gegentor

Mats Hummels und sein Abwehrchef-Vertreter Emre Can fallen aus, Niklas Süle muss in der Pause raus: Borussia Dortmund gehen langsam die Innenverteidiger aus. Trotzdem gewinnt der BVB 4:0.
1. FC Köln - Borussia Dortmund
Dortmunds Donyell Malen freut sich über sein Tor zum 1:0. © Rolf Vennenbernd/dpa

Zweites Spiel, zweiter Sieg, zum zweiten Mal ohne Gegentor - und das mit einer absoluten Not-Defensive: Borussia Dortmund ist mit zwei deutlichen Auswärtssiegen bei Abstiegs-Kandidaten in das Jahr 2024 und die geplante Aufholjagd auf die Champions-League-Plätze gestartet. Eine Woche nach dem 3:0 bei Darmstadt 98 gewann der BVB zum Rückrunden-Auftakt auch beim Vorletzten 1. FC Köln mit 4:0 (1:0). Kölns Trainer Timo Schultz erlebte nach dem 1:1 in der Vorwoche gegen Heidenheim mit einem Punkt aus zwei Heimspielen dagegen einen enttäuschenden Start. Sein Team agierte zwar tapfer, aber viel zu harmlos.

Donyell Malen (12./61.), Niclas Füllkrug (58., Foulelfmeter) und Youssoufa Moukoko (90.+2) sicherten dem BVB den verdienten, aber zu hoch ausgefallenen Sieg. Bemerkenswert: Trotz akuter Personal-Probleme in der Defensive mit den Ausfällen von Mats Hummels und Emre Can vor dem Spiel sowie zur Pause auch noch Niklas Süle blieb der Vizemeister auch im zweiten Spiel des Jahres ohne Gegentor.

Beim BVB stand Jadon Sancho nach seiner Einwechslung beim Comeback in Darmstadt etwas überraschend in der Startelf. Trainer Edin Terzic hatte unter der Woche seine Fitness gelobt, sich aber ansonsten doch abwartend gezeigt. Das Spiel begann auch ohne Fan-Gesänge in den ersten knapp zwölf Minuten als Protest gegen den geplanten DFL-Investor munter. Der BVB hatte schon in der 4. Minute die erste große Chance - und Sancho war gleich beteiligt. Der Engländer bediente Julian Brandt, dessen Schuss aus 18 Metern Marvin Schwäbe prallen ließ, doch Füllkrug stolperte beim Nachsetzen. Eine halbe Minute vor dem geplanten Ende des Stimmungs-Boykotts fiel dann das 0:1: Weil Linton Maina nicht aufpasste, durfte Malen nach einem Eckball von Brandt aus zwölf Metern ungehindert einschießen.

Spätestens nach dieser frühen Führung standen die Dortmunder wie in den vergangenen Spielen wieder sehr tief und überließen den Kölnern fast das komplette Spiel. Die Gäste drängten die Kölner dabei aber immer wieder auf die Flügel ab, von wo die Flanken ohne nominellen Stürmer nach den Ausfällen von Mark Uth, Davie Selke und Luca Waldschmidt meist ins Leere flogen. Die Dortmunder hatten derweil weiter die besseren Chancen. Entweder durch einen der seltenen Entlastungs-Angriffe wie von Füllkrug (33.) oder nach Standards wie im Fall von Thomas Meunier (37.).

Nach der Pause musste auch noch Süle angeschlagen in der Kabine bleiben. Die Personalnot war nun so groß, dass der 19 Jahre alte Hendry Blank aus der 2. Mannschaft zu seinem Debüt kam - und gleich kräftig Lehrgeld zahlte. In seiner ersten Aktion in der Bundesliga wurde er von Thielmann einfach überlaufen, der Kölner Aushilfs-Stürmer scheiterte bei der ersten nennenswerten Kölner Gelegenheit aber an Gregor Kobel.

Und dann legte der BVB nach, mit kräftiger Hilfe des FC. Rasmus Carstensen stellte sich beim Zweikampf gegen Sancho, der seit seiner Vorlage in der Anfangsphase kaum zu sehen war, ungeschickt an, der nahm das Geschenk an und Füllkrug verwandelte sicher. Die Kölner warfen nun zu schnell alles nach vorne, der zweite Winter-Zugang Ian Maatsen schickte Malen steil, der 40 Meter alleine aufs Tor zulief und sicher abschloss. Der im Sommer und Winter bis zur Transfersperre gerüchteweise von Köln umworbene Moukoko sorgte wie in Darmstadt als Joker für den Schlusspunkt.

© dpa ⁄ Holger Schmidt, dpa
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