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Linke setzt nach Rückzugsankündigung weiter auf Bartsch

Dietmar Bartsch will die Linke im Bundestag nicht mehr anführen. Der Landesverband von MV dankt seinem prominentesten Vertreter und setzt weiter auf sein Engagement.
Linke in MV setzt weiter auf Bartsch
Dietmar Bartsch, Fraktionsvorsitzender der Partei Die Linke, winkt auf dem Parteitag nach seiner Rede. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Nach der Ankündigung des Linken-Politikers Dietmar Bartsch, sich vom Vorsitz der neuen Gruppe seiner Partei im Bundestag zurückzuziehen, setzt sein Landesverband weiter auf seinen prominentesten Vertreter. «Dietmar verlässt nun zwar die Führung der Linken im Bundestag, aber er wird gemeinsam mit uns engagiert am erfolgreichen Comeback unserer Partei arbeiten», sagte der Landesvorsitzende der Linken in MV, Peter Ritter, der Deutschen Presse-Agentur.

«Wir sagen Danke! Danke für die in über 30 Jahren geleistete Arbeit für und in unserer Partei. Als Bundesschatzmeister, Bundesgeschäftsführer, Fraktionsvorsitzender und unser Spitzenkandidat bei Bundestagswahlen.»

Zuvor hatte Bartsch der dpa gesagt: «Ich trete bei der Fraktionsklausur am 19. und 20. Februar nicht mehr für das Amt an.» Damit verliert die Linke in der ersten Reihe einen ihrer bundesweit bekanntesten Politiker. Der 65-Jährige ist gebürtiger Stralsunder. Sein Wahlkreis erstreckt sich auf Rostock und Umgebung.

«Wir haben gemeinsam viele Erfolge erringen können und standen bei Niederlagen beieinander», sagte Ritter. Auf das weitere Engagement von Bartsch für die Linke könnten sich die Wählerinnen und Wähler verlassen. «So haben wir es verabredet und so wird es sein.» Die Linke werde gebraucht. Das habe gerade die jüngste Haushaltsdebatte im Bundestag gezeigt.

Im Bundestag hatte sich die Linksfraktion wegen der Abspaltung von Mitgliedern um Sahra Wagenknecht aufgelöst. Bartsch wurde danach Vorsitzender der neuen Gruppe um 28 Linken-Abgeordnete. Nach einer früheren Aussage hatte Bartsch schon vor längerer Zeit entschieden, den Fraktionsvorsitz abzugeben.

Die Linke steckt seit Jahren in einer tiefen Krise. Bei der Bundestagswahl 2021 hatte sie nur noch 4,9 Prozent der Stimmen erhalten und war nur über drei Direktmandate in Fraktionsstärke ins Parlament gekommen. In Mecklenburg-Vorpommern schaffte sie es nach der gleichzeitigen Landtagswahl hingegen als Juniorpartner der SPD in die Regierung.

Im Oktober spalteten sich Wagenknecht und ihre Unterstützer ab und gründeten das neue Bündnis Sahra Wagenknecht. Das BSW lag zuletzt in Umfragen bundesweit bei sechs bis sieben Prozent, die Linke nur noch bei drei bis vier Prozent.

Bartsch bekleidet seit Jahrzehnten hohe Parteiämter. Lange war er Bundesgeschäftsführer der Vorgängerpartei PDS und dann auch der 2007 neu gegründeten Linken. 2017 war Bartsch neben Wagenknecht Spitzenkandidat zur Bundestagswahl, 2021 trat er mit Parteichefin Janine Wissler an.

© dpa
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