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Verdi will am Mittwoch gegen MSC-Deal protestieren

Nach dem Senatsbeschluss zum umstrittenen Einstieg des Reeders MSC beim Hafenlogistiker HHLA ist nun die Bürgerschaft am Zug. Verdi will dagegen weiter Front machen.
Streik
Beschäftigte nehmen an einem Warnstreik teil. © Stefan Sauer/dpa/ZB/Symbolbild

Die Gewerkschaft Verdi hat Beschäftigte aus Hafenbetrieben, Mitglieder der DGB-Gewerkschaften sowie Bürgerinnen und Bürger Hamburgs zu einer Demonstration gegen den Verkauf von Anteilen des Hafenlogistikers HHLA an die weltgrößte Container-Reederei MSC aufgerufen. Ziel der Demonstration am kommenden Mittwoch sei es, die ablehnende Haltung gegenüber der Privatisierung nachdrücklich zu unterstreichen, teilte die Gewerkschaft am Samstag mit. Die weitere Privatisierung des Hamburger Hafens berge nicht nur Risiken für die Beschäftigten, sondern gefährde auch die Interessen der Stadtgesellschaft.

«Die Interessen eines privaten Investors decken sich nur in den wenigsten Punkten mit denen der Stadt bzw. ihren Bürger*innen», sagte Sandra Goldschmidt, Landesbezirksleiterin Verdi Hamburg. Eine für die Stadtgesellschaft langfristig sinnvolle, strategische Entwicklung des Hafens, auch unter umwelt- und klimapolitischen Aspekten, werde durch eine weitere Privatisierung der HHLA deutlich erschwert. «Anstatt die falsche Entscheidung der Teilprivatisierung der HHLA der CDU aus 2007 zu korrigieren, plant der aktuelle rot-grüne Senat, seine Anteile an der HHLA weiter zu reduzieren. Wir fordern deshalb die Abgeordneten der Hamburgischen Bürgerschaft auf, diesen Irrsinn zu stoppen und gegen den geplanten Verkauf von rd. 20 Prozent der HHLA-Aktien zu stimmen.»

Seit Bekanntgabe der Pläne im Herbst 2023 warnt Verdi vor möglichen negativen Auswirkungen auf Beschäftigung, Arbeitsbedingungen und Tarife durch die Privatisierung. Die Zusage betriebsbedingter Kündigungsausschlüsse für fünf Jahre erscheint als unzureichender Schutz. Gleichzeitig bleibe die Zukunft von mehr als 3000 Beschäftigten in Eurogate, dem Gesamthafenbetrieb, den Laschereien, Festmachern, Schleppern und weiteren Gewerken unklar.

Hamburgs rot-grüner Senat hatte den vereinbarten Einstieg des Hapag-Lloyd-Rivalen beim Hamburger Hafenlogistiker HHLA am Dienstag offiziell beschlossen. Die Stadt und die italienische Mediterranean Shipping Company (MSC) mit Sitz in Genf wollen die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) künftig als Gemeinschaftsunternehmen führen, bei dem die Stadt eine Mehrheit von 50,1 Prozent hält. Bislang gehören der Stadt rund 70 Prozent der börsennotierten HHLA, die in ihrer bisherigen Form bis Ende 2026 bestehen bleiben soll. Die Hamburgische Bürgerschaft muss dem umstrittenen Deal noch zustimmen.

© dpa
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