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Michael Buback: RAF kaum im kollektiven Gedächtnis

Aus Sicht von Michael Buback, Sohn des 1977 von der terroristischen Roten Armee Fraktion (RAF) ermordeten Generalbundesanwalts Siegfried Buback, findet die Geschichte des Terrorismus in Deutschland kaum öffentliche Aufmerksamkeit. «Die Erinnerung an die RAF spielt keine besondere Rolle im kollektiven Gedächtnis, auch nicht in Schulbüchern», sagte der 79-Jährige dem «Tagesspiegel» in Berlin.
Michael Buback
Michael Buback, der Sohn des 1977 in Karlsruhe von Terroristen ermordeten Generalbundesanwalts, sitzt am 25.01.2011 als Nebenkläger in einem Gerichtssaal am Oberlandesgericht in Stuttgart. © Bernd Weissbrod/dpa

Auf die Frage nach einem Gedenktag sagte er: «Als Betroffener des Terrors sollte ich dies nicht besonders beanstanden und auch keinen Gedenktag fordern. Angesichts der sicher manchem noch gegenwärtigen, erheblichen Bedrohung des Staates ist die wenig engagierte Befassung mit dem Phänomen RAF allerdings etwas besorgniserregend.»

Buback wollte nicht spekulieren, wie viele RAF-Terroristen noch im Untergrund leben könnten. «Da nur einer der 34 RAF-Morde vollständig aufgeklärt ist, dürfte noch eine größere Zahl terroristischer Mörder in Freiheit leben. Eine Zahl kann ich nicht nennen, da noch viel zu viel im Dunkeln liegt», sagte er. Ein Appell von seiner Seite werde RAF-Täter kaum erreichen. «Die Hoffnung auf ein «Auspacken» ist sehr gering geworden, aber vielleicht hinterlegen Täter Informationen bei ihren Rechtsanwälten. Unsere Hoffnung ist auch deshalb gering, da es ein Zusammenwirken von Terroristen mit staatlichen Stellen, etwa dem Verfassungsschutz, gegeben hat, das in aller Regel mit der Gewährung von Schutzzusagen verbunden ist.»

Am Dienstag war die frühere RAF-Terroristin Daniela Klette (65) in Berlin festgenommen worden. Weiter gefahndet wird nach den ehemaligen RAF-Mitgliedern Ernst-Volker Staub (69) und Burkhard Garweg (55).

© dpa
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