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Gewerkschaft fordert Verzicht auf Sprachtests an Kitas

Vor dem Wechsel in die Schule sollen Kita-Kinder in Bayern hinsichtlich ihrer Sprachfähigkeiten getestet werden. Die Bildungsgewerkschaft GEW hält das für einen Fehler, nicht nur zulasten der Kinder.
Kita
Blick in die Kita Biberburg in Gatow. © Jens Kalaene/dpa

In einem offenen Brief an das Kultus- und das Sozialministerium hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ein Verzicht auf die geplanten verpflichtenden Sprachtests an Bayerns Kitas gefordert.

«Im Hinblick auf die in Bayern bereits vorhandenen Gegebenheiten, im Zuge derer die Förderung der Kinder im Kindergarten in speziell zu diesem Zweck etablierten Vorkursen bereits systematisch erfolgt, bringen Sprachtests keine Vorteile mit sich», heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Schreiben an Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler) und Sozialministerin Ulrike Scharf (CSU). Die Sprachtests würden die ohnehin knappen Ressourcen weiter belasten und für die betroffenen Kinder starke emotionale Belastungen und Stress bedeuten.

Die Gewerkschaft stellt sich damit klar gegen die Pläne von CSU und Freien Wählern, wonach bereits zum Schuljahr 2024/2025 alle Kinder vor dem letzten Kindergartenjahr einen verpflichtenden Sprachtest absolvieren müssen.

«Diesen verpflichtenden Sprachtests erteilen wir eine klare Absage», heißt es im Schreiben. Begründet wird die Ablehnung zuallererst mit dem vorhandenen Personalmangel in Kitas und Schulen. «Für Kitas fordert die GEW seit Jahren verbindliche Fachkraft-Kind-Relationen, damit der Auftrag umfassend bewältigt werden kann. Die Beobachtung der Sprachentwicklung in Kitas braucht ausreichend Fachkräfte und Zeit.»

Ferner betonte die Gewerkschaft, dass das Fachpersonal «auch ohne einen stigmatisierenden Sprachtest» die Kompetenz besitze, den Sprachstand und die Schulfähigkeit der Kinder einzuschätzen. «Schon jetzt wird mit den Eltern nach dem Einschulungsverfahren besprochen, ob, wenn nötig und möglich, ein weiteres Kindergartenjahr für die Entwicklung des Kindes sinnvoll wäre.»

Die Sprachtests seien letztlich nur eine Ressourcen- und Zeitverschwendung, hieß es weiter. «Wir bitten Sie daher, im Sinne der Kinder als auch hinsichtlich der Ressourcenschonung die verpflichtenden Sprachtests umgehend zurückzunehmen und stattdessen Ihr Augenmerk auf die Verbesserung der bereits etablierten und pädagogisch weit wertvolleren Vorkurse zu legen.»

© dpa
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