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Einnahmen nicht deklariert? Ancelotti vor Gericht

In Madrid hat der Prozess gegen Startrainer Carlo Ancelotti wegen Steuerhinterziehung begonnen. Der Italiener beteuert seine Unschuld. Die Anklage sieht das anders und fordert eine heftige Strafe.
Strafprozess gegen Startrainer Ancelotti
Strafprozess gegen Startrainer Ancelotti
Carlo Ancelotti

In Madrid hat ein Strafprozess gegen Starcoach Carlo Ancelotti begonnen. Die Anklage wirft dem 65-Jährigen Steuerhinterziehung vor. Sie fordert, den Fußballtrainer von Real Madrid zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und neun Monaten sowie zu einer Geldstrafe von mehr als drei Millionen Euro zu verurteilen. Ancelotti beteuerte vor Gericht erneut seine Unschuld. «Ich habe nie daran gedacht, zu betrügen, weil mir das noch nie passiert ist», sagte er einem Bericht der Sportzeitung «AS» zufolge.

Dem Italiener wird vorgeworfen, in den Jahren 2014 und 2015 Steuern in Höhe von insgesamt 1.062.079 Euro nicht an den Fiskus abgeführt zu haben. 

Auf die Frage einer Journalistin vor dem Gerichtsgebäude, ob er eine Vereinbarung mit der Anklage anstrebe, antwortete Ancelotti mit nein, wie in einem von spanischen Medien verbreiteten Video zu sehen war. Bei früheren Steuerstrafverfahren gegen prominente Angeklagte hatten sich diese bisweilen für schuldig erklärt und im Gegenzug eine mildere Strafe bekommen. 

Für den Prozess vor der Audiencia Provincial von Madrid, was in Deutschland einem Landgericht entspricht, ist für Donnerstag ein zweiter und vorerst letzter Verhandlungstag angesetzt. Ein Urteil werde es voraussichtlich erst in «einigen Wochen» geben, sagte ein Justizsprecher auf Anfrage. 

Die Anklage wirft Ancelotti vor, in den beiden Jahren als Real-Coach zwar sein Gehalt als Real-Trainer in der Steuererklärung angegeben, dem Fiskus aber Einnahmen aus Bildrechten verschwiegen zu haben. 

Staatsanwaltschaft sieht «komplexes und verworrenes Geflecht»

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft soll Ancelotti versucht haben, Einnahmen aus seinen Bildrechten durch ein «komplexes und verworrenes Geflecht von Treuhandgesellschaften und zwischengeschalteten Unternehmen» außerhalb Spaniens zu leiten, wie die spanische Sportzeitung «Relevo» berichtete. Die Anklage werte dies als eine Art Verschleierungstaktik. 

Ancelotti betonte vor Gericht jedoch, sein Arbeitgeber Real Madrid habe vorgeschlagen, die Einnahmen aus der Verwertung von Bildrechten so zu kassieren. Er sei davon ausgegangen, dass dies «korrekt» gewesen sei, schrieb «AS».

Ancelotti hatte Real erstmals zwischen 2013 und 2015 gecoacht, bevor er 2016 vom FC Bayern München unter Vertrag genommen wurde. Die zweite Etappe von Ancelotti in Madrid begann im Sommer 2021.

© dpa
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