Games Music Hörbücher Fitness MyTone Alle Services
vodafone.de

Studie: Wenig Frauen in Start-Up-Gründerszene

Junge, innovative Firmen werden immer noch überwiegend von Männern gegründet. Welche Hindernisse und Bremsklötze gibt es für Frauen? Eine bundesweite Befragung gibt Aufschluss.
Techkonferenz «Web Summit»
Unter Start-up-Gründenden sind Frauen recht selten vertreten (Archivbild). © Sebastian Gollnow/dpa

Wird in Deutschland ein Start-up auf die Beine gestellt, so ist einer Studie zufolge die gründende Person in gut vier von fünf Fällen ein Mann. Der Anteil von Frauen unter Start-up-Gründenden liege bei nur 19 Prozent und sei im vergangenen Jahr sogar noch leicht gesunken. Das geht aus einer Befragung des Startup-Verbands unter 1.800 Start-up-Unternehmern und 1.000 Studierenden im Auftrag der Bertelsmann Stiftung hervor.

Hürden, Hemmnisse und Wurzeln in früher Lebensphase 

Die Analyse sieht für den schmalen Frauenanteil einige Ursachen schon in frühen Lebensphasen. Frauen würden durch fehlende Vorbilder und Stereotype gebremst. Für viele seien zudem Familie und Unternehmertum schwerlich vereinbar. Frauen leisteten nach wie vor den Großteil der Care-Arbeit - und Familiengründung und Unternehmensgründung fielen zeitlich zusammen.

iPhone 16 Pro jetzt bei Vodafone bestellen

Der sogenannte Gender-Gap habe auch mit tradierten Rollenbildern zu tun, die Karrierepräferenzen junger Menschen beeinflussten. So hätten rund zwei Drittel der männlichen Start-up-Gründer ihren Gründungsplan schon als Jugendliche oder während des Studiums gefasst. Bei den Frauen geschehe das in der Regel erst später, die Prioritäten seien zunächst anders.

Rund 60 Prozent der Studentinnen streben demnach einen sicheren Arbeitsplatz an, was für weniger als ein Drittel der männlichen Studierenden eine wichtige Rolle spiele. «Das zeigt, wie gesellschaftliche Erwartungen das Risikobewusstsein von Frauen und Männern unterschiedlich prägen.» Folglich gingen Frauen nur selten schon in frühen Jahren in Richtung Start-up. Der Blick ändere sich dann später: Ein Drittel der Gründerinnen fasse den Entschluss in den ersten Jahren der Berufstätigkeit, ein weiteres Viertel noch später.

Deutschland kann auf weibliches Potenzial nicht verzichten

Weibliches Unternehmertum scheitere nicht an fehlendem Interesse, sondern an den Rahmenbedingungen, die für Frauen besser werden müssten, bilanziert die Stiftung. «Deutschland kann es sich nicht leisten, auf das Potenzial von Frauen zu verzichten», mahnt der Startup-Verband. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Stagnation brauche das Land alle, um die Wirtschaft voranzubringen. Start-ups bedeuteten neue Impulse, mehr Dynamik und Innovation.

© dpa
Das könnte Dich auch interessieren
Empfehlungen der Redaktion
NDR-Intendantenwahl
Tv & kino
NDR-Intendantenwahl vorerst gescheitert
House of the Dragon Staffel 3 – Dreharbeiten gestartet: Alles zu Start, Handlung und Cast
Tv & kino
House of the Dragon Staffel 3 – Dreharbeiten gestartet: Alles zu Start, Handlung und Cast
Ariana Grande
Musik news
O'Bros an der Chartspitze - Ariana Grande auf der Vier
Dating App Tinder auf einem Smartphone
Internet news & surftipps
Tinder führt Identitäts-Nachweis per Ausweis ein
iPhone: Selbstauslöser der Kamera nutzen
Handy ratgeber & tests
iPhone: Selbstauslöser der Kamera nutzen
Logo der Facebook-App auf einem Smartphone
Internet news & surftipps
Konzertticket über Facebook: Achtung, hier lauert Betrug
Mats Hummels
Fußball news
Weltmeister Mats Hummels beendet Karriere im Sommer
Paar joggt gemeinsam in der Stadt
Gesundheit
Ausdauertraining: Wie anstrengend muss es sein?