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Sonnenstrom-Erzeugung beliebt - Schon fünf Millionen Anlagen

Photovoltaik ist längst eine Technik für alle geworden. Bei der Anlagenzahl wurde jetzt die Fünf-Millionen-Marke erreicht - und auch die boomenden Balkonkraftwerke steuern auf eine runde Zahl zu.
Balkonsolar-Projekt in Thüringen
Wetter in Bayern

Stromerzeugung aus Sonnenlicht boomt in Deutschland: Bei der Bundesnetzagentur waren Anfang April rund 5.005.000 Anlagen registriert. Die Marke von über fünf Millionen Anlagen im Betrieb ist damit geknackt. 

Dies sei ein «Meilenstein der Energiewende», heißt es vom Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar). «Keine andere Stromerzeugungsform erfreut sich in der Bevölkerung einer so großen Beliebtheit», sagt Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig.

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Die meiste Leistung ist auf Eigenheimen installiert

Mittlerweile seien rund 104 Gigawatt Solarstromleistung installiert. «Rund 38 Prozent davon auf Dächern von Eigenheimen, rund 29 Prozent auf Firmendächern, 32 Prozent auf Freiflächen und knapp ein Prozent an Balkonen.» Im vergangenen Jahr seien allein rund 17 Gigawatt hinzugekommen.

104 Gigawatt entspricht der Kapazität von 104 großen Kohlekraftwerken, die allerdings unabhängig von Tageszeit und Wetter Strom produzieren können. «Mittlerweile decken Solaranlagen knapp 15 Prozent des heimischen Strombedarfs», betonte der Verband.

Verband: Erneuerbare-Energien-Gesetz war «Initialzündung»

Körnig verwies auf die Bedeutung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, das vor 25 Jahren in Kraft trat. Es sei die «Initialzündung zur Verbreitung der Solarenergie» und ein «entscheidender Marktöffner» gewesen. Binnen einer Generation sei aus einer teuren Satellitentechnik die günstigste Form der Stromerzeugung auf Erden geworden. «Aus unmündigen Stromkunden wurden millionenfach solare Prosumer, die ihre Energieerzeugung zunehmend selbst in die Hand nehmen.» Als Prosumer werden Konsumenten bezeichnet, die gleichzeitig Produzenten sind, in diesem Fall von Strom.

Wie sich Anlagen und Leistung verteilen

Der größte Teil der 5 Millionen Anlagen entfällt laut Marktstammdatenregister auf sogenannte bauliche Anlagen auf Dächern, Fassaden, Gebäuden und ähnlichem. Gut 4,1 Millionen von ihnen sind in Betrieb. Zusammen kommen sie auf eine Bruttoleistung von gut 71 Gigawatt. Nach der Zahl der Anlagen liegen die Balkonkraftwerke mit 870.000 auf Platz zwei. Klein wie sie sind, kommen sie allerdings nur auf 0,8 Gigawatt.

Genau andersherum ist es bei Freiflächenanlagen. Von ihnen sind zwar nur gut 19.000 registriert, ihre Leistung ist mit 31,5 Gigawatt aber groß. Dazu kommen - Stand Donnerstag - noch 95 Anlagen auf Großparkplätzen und 27 auf Gewässern. Zusammen steuern sie 0,06 Gigawatt bei.

Schneller Ausbau - auch dank Balkonkraftwerken 

Der Anstieg bei den Neuanlagen war zuletzt steil, allein seit Anfang 2024 sind 1,25 Millionen Anlagen hinzugekommen. Dabei hat auch der noch junge Boom der kleinen und billigen Balkonkraftwerke geholfen, von denen in diesem Zeitraum mehr als eine halbe Million in Betrieb ging. Sie würden oft von Mietern und Wohnungseigentümern genutzt, während Hausbesitzer meist größere Dachanlagen wählten. 

Insgesamt weist das Marktstammdatenregister rund 870.000 Balkonkraftwerke in Betrieb aus. Im ersten Quartal sind bis jetzt rund 81.000 angemeldet worden - obwohl die Saison für die Geräte, die auch Steckersolargeräte genannt werden, erfahrungsgemäß erst im Frühjahr beginnt. Eine «sehr positive» Entwicklung, sagt Körnig, doch die Zahlen dürften nach seiner Einschätzung  ein gutes Stück unter den tatsächlichen Werten liegen. Einerseits werden trotz Pflicht nicht alle Anlagen angemeldet. Andererseits gibt es für die Anmeldung eine Frist von einem Monat. Es sind also noch Nachmeldungen für das erste Quartal zu erwarten. Vor einem Jahr kamen auf diese Weise noch rund 10.000 Anlagen nachträglich hinzu.

Auf dem Weg zur Million - und darüber hinaus

Insgesamt sind die Balkonkraftwerke weiter im Aufwind. Auch ohne die zu erwartenden Nachmeldungen wurde im ersten Quartal ein Drittel mehr angemeldet als im Vorjahreszeitraum. Mit ihnen könnten es Richtung 50 Prozent gehen. Und wenn der Absatz im zweiten Quartal saisontypisch anzieht - 2024 kamen in diesem Zeitraum 166.000 Anlagen hinzu -, dürfte die Grenze von einer Million registrierter Anlagen in Betrieb erreicht werden. 

Auch Körnig erwartet die Million «im Sommer». Den Boom führt er auf die niedrigen Kosten und einfache Installation zurück. Auch die rechtlichen Verbesserungen der vergangenen Jahre hätten geholfen. Ein Ende sei noch nicht in Sicht. Es gebe in Deutschland rund 30 Millionen Wohnungen in Zwei- oder Mehrfamilienhäusern. «Auch wenn sicher nicht alle diese Wohneinheiten geeignet sind für die Anbringung eines Steckersolargerätes, gehen wir weiterhin von einem großen Potenzial aus.»

© dpa ⁄ Helge Toben und Christof Rührmair, dpa
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