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Zahl der Balkonkraftwerke verdoppelt

Gesunkene Preise und Vereinfachungen haben den Boom der kleinen Solaranlagen weiter befeuert. Die Millionengrenze könnte noch im ersten Halbjahr fallen.
Balkonkraftwerk
Die Zahl der Balkonkraftwerke in Deutschland hat sich vergangenes Jahr verdoppelt. (Archivbild) © Bernd Weißbrod/dpa

Die Zahl der Balkonkraftwerke in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt. Zum Jahresende waren im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur mehr als 780.000 der kleinen Solaranlagen als in Betrieb gemeldet. 

Zusammen kommen die Anlagen, die offiziell Steckersolargeräte heißen, inzwischen auf eine installierte Leistung von knapp 0,7 Gigawatt. Der Zubau im abgelaufenen Jahr war enorm: Mehr als 430.000 neue Anlagen gingen in Betrieb. Die Zahlen können durch Nachmeldungen noch etwas steigen. 

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«Der Solarboom auf Deutschlands Balkonen könnte sich sogar noch verstärken», sagt der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft, Carsten Körnig. Sollte diese Prognose zutreffen, könnte noch im ersten Halbjahr das millionste Balkonkraftwerk ans Netz gehen. 

Körnig erwartet, dass die Installation von Steckersolargeräten auf Balkonen von Miet- oder Eigentumswohnung richtig in Fahrt kommt. Erst im vergangenen Herbst habe der Gesetzgeber die Vermieter und Wohnungseigentümer dazu verpflichtet, Steckersolargeräte grundsätzlich zu genehmigen. Zudem gebe es viele Produkte, und die Preise seien weiter gesunken. Letzteres führe zudem oft dazu, dass leistungsstärkere Geräte gekauft werden.

Keine Sorge vor der nächsten Bundesregierung

Auch die anstehende Bundestagswahl macht Körnig hier keine Sorgen: Er erwarte nicht, «dass die Energiepolitik einer kommenden Bundesregierung die Rahmenbedingungen für die Errichtung von "Balkonkraftwerken" verschlechtern wird», sagt Körnig. 

Es gebe «große Einigkeit unter den Parteien, auch Mietern und Wohnungseigentümern mit einem eigenen Steckersolargerät ein Stück Selbstversorgung und aktive Teilhabe an der Energiewende zu ermöglichen». Viele der Regelungen bedeuteten vor allem Entbürokratisierung und Kosteneinsparung und stießen daher «parteiübergreifend auf Wohlwollen».

Deutschland sei zudem zu einem Leitmarkt für Balkonkraftwerke geworden, sagt Körnig. «Weltweit wird mit großem Interesse verfolgt, wie die regulatorischen und technischen Rahmenbedingungen die sichere Anwendung dieser Systeme befördern.»

NRW vor Bayern und Baden-Württemberg

Blickt man auf die Verteilung der Balkonkraftwerke in Deutschland, liegen die bevölkerungsreichsten Bundesländer an der Spitze. In NRW sind 157.000 in Betrieb, in Bayern 119.000. Niedersachsen mit 103.000 und Baden-Württemberg mit 102.000 liegen beinahe gleichauf. Schlusslichter sind die Stadtstaaten Bremen und Hamburg sowie das bevölkerungsarme Saarland mit Werten unter 10.000 Anlagen.

© dpa
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