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Mehrere Tote in Texas nach Sturm «Beryl»

Seit über einer Woche wütet «Beryl» in der Karibik, in Mexiko und zuletzt im US-Bundesstaat Texas. Nun scheint er zur Ruhe zu kommen - doch er hinterlässt noch ein weiteres Mal Tod und Verwüstung.
Sturm «Beryl» in den USA
Sturm «Beryl» in den USA
Sturm «Beryl» in den USA

Der Wirbelsturm «Beryl» hat im Süden der USA mehrere Menschen in den Tod gerissen. Im Bundesstaat Texas seien mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen, etwa durch umstürzende Bäume, berichteten die Zeitung «Houston Chronicle» und der Sender CNN unter Berufung auf Behördenangaben.

Unter den Toten sei auch ein Polizist in der Metropole Houston, der auf dem Weg zur Arbeit in seinem Auto ertrunken sei, teilte Bürgermeister John Whitmire auf einer Pressekonferenz mit. Auch im benachbarten Bundesstaat Louisiana sei ein Mensch infolge des Unwetters ums Leben gekommen, hieß es bei CNN. 

US-Präsident Joe Biden sprach den Betroffenen sein Beileid aus und sagte den Texanern Unterstützung zu. «Wir danken allen Ersthelfern und werden den Menschen in Texas bei jedem Schritt zur Seite stehen», schrieb er auf der Plattform X.

Millionen Haushalte ohne Strom

«Beryl» war am frühen Montagmorgen (Ortszeit) nahe der texanischen Ortschaft Matagorda als Hurrikan der Kategorie 1 von 5 auf Land getroffen, verlor dann aber an Stärke. Matagorda liegt rund 130 Kilometer südwestlich der Millionenstadt Houston.

Mehr als 2,3 Millionen Haushalte hatten in der Nacht zu Dienstag (Ortszeit) weiterhin keinen Strom, wie aus Daten der Seite poweroutage.us hervorging. Am Montag war nach Angaben des Vizegouverneurs von Texas, Dan Patrick, in knapp drei Millionen Haushalten der Strom ausgefallen. Es werde wohl mehrere Tage dauern, bis die Versorgung wiederhergestellt sei, hatte die Betreiberfirma mitgeteilt.

Verwüstete Städte, tote Tiere

Auf Bildern aus den betroffenen Gebieten waren überflutete Straßenzüge, umgestürzte Bäume und Strommasten zu sehen. Nach Angaben des Tierschutzzentrums Houston SPCA fielen auch Hunderte Reiher dem Sturm von Opfer. Sie seien während des Hurrikans aus ihren Nestern gefallen und ertrunken, hieß es.

Der Wirbelsturm habe sich inzwischen abgeschwächt, sorge aber als tropisches Tiefdruckgebiet im Osten von Texas und in den angrenzenden Bundesstaaten Louisiana und Arkansas weiterhin für Starkregen, teilte das US-Hurrikanzentrum mit. Zudem seien Tornados möglich. In den kommenden Tagen soll «Beryl» den Meteorologen zufolge weiter in Richtung Nordosten ziehen und dabei an Stärke verlieren.

Eine Woche der Zerstörung

«Beryl» hält die Menschen in der Region schon seit mehr als einer Woche in Atem. Er war der erste Hurrikan der diesjährigen Hurrikan-Saison, die im Atlantik am 1. Juni beginnt und am 30. November endet. Im Südosten der Karibik erreichte «Beryl» zeitweilig die höchste Hurrikan-Stärke, Kategorie 5, also anhaltend mehr als 251 Kilometer pro Stunde. Er rauschte über mehrere Inseln der Kleinen Antillen hinweg, traf an der Ostküste der mexikanischen Halbinsel Yucatán aufs Festland, um dann durch den Golf von Mexiko weiterzuziehen.

In der Karibikregion kamen mindestens elf Menschen ums Leben, darunter auch drei in Venezuela. Auf einigen Eilanden der Inselstaaten Grenada sowie St. Vincent und den Grenadinen wurden den Regierungen zufolge mehr als 90 Prozent der Häuser beschädigt oder zerstört. Auch Jamaika erlebte mancherorts große Schäden und weitreichende Stromausfälle. 

Noch nie war so früh in der atlantischen Hurrikan-Saison ein derart starker Sturm erfasst worden. Wärmeres Meereswasser im Zuge des Klimawandels macht starke Wirbelstürme wahrscheinlicher.

© dpa
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