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Unionsfraktionsvize: Merz will Trump möglichst bald treffen

Der französische Präsident war bei Trump, der britische Premier auch – Deutschland hat aber noch keine neue Regierung. Wahlsieger Merz will so lange auch möglichst nicht warten, sagt ein Unionsmann.
Unionsfraktionschef Johann Wadephul (CDU)
Trumps früherer Berater John Bolton

Unionsfraktionschef Friedrich Merz strebt nach Angaben seines Stellvertreters Johann Wadephul ein baldiges Treffen mit US-Präsident Donald Trump an. «Merz wird Trump so schnell wie möglich treffen und dann hoffentlich schon höhere Verteidigungsausgaben im Gepäck haben», sagte Wadephul dem «Tagesspiegel». Dies könne in den angespannten Beziehungen helfen, «auch wenn wir wissen, dass es alle Europäer gerade schwer haben in Washington».

Wadephul ist nach eigenen Angaben in die Vorbereitung der Gipfeltreffen zu Fragen der Sicherheit Europas und der Ukraine am Sonntag in London und Donnerstag in Brüssel eingebunden und hält dazu Kontakt zum Sicherheitsberater von Kanzler Olaf Scholz (SPD), Jens Plötner, während Merz mit dem Kanzler selbst in Kontakt steht.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Großbritanniens Premier Keir Starmer waren bereits bei Trump, um ihn im Kreise der Ukraine-Unterstützer zu halten. Der Eklat im Weißen Haus beim Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat danach aber die Chancen dramatisch sinken lassen. Kanzler Scholz wiederum dürfte als scheidender Regierungschef für Trump keine Rolle mehr spielen.

Ex-US-Sicherheitsberater rät Merz zu frühem Kontakt zu Trump

Trumps ehemaliger Nationale Sicherheitsberater, John Bolton, empfiehlt Wahlsieger Merz, bereits vor seiner möglichen Wahl zum Kanzler den Kontakt zum US-Präsidenten zu suchen. «Bis Ende April zu warten, wäre verkehrt», sagte Bolton dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. «Ein informelles Kennenlernen kann sogar von Vorteil sein für Merz und ihm zusätzliche Spielräume geben.»

Merz sei der CDU-Vorsitzende und werde die führende Wirtschaftsmacht Europas steuern – für Trump sei das Grund genug, genau hinzuhören, erklärte Bolton. Nach seiner Einschätzung wird es Merz helfen, dass er vor seiner Rückkehr in die Politik beim US-Finanzkonzern Blackrock tätig war.

Bolton: Trump macht «katastrophale Fehler»

Bolton sagte, Trump mache nicht nur im Umgang mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj «katastrophale Fehler». Der US-Präsident habe auch noch immer nicht verstanden, dass der von ihm geplante Handelskrieg mit der EU den Preisanstieg in den USA weiter anschieben wird. «Vielleicht kann Merz ihm das verdeutlichen.» 

Der langjährige Diplomat Bolton, der als Hardliner gilt, war 2018 und 2019 Nationaler Sicherheitsberater im Weißen Haus, trat dann aber im Streit mit Trump zurück. Unter Ex-Präsident George W. Bush war er US-Botschafter bei den Vereinten Nationen.

© dpa
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