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Mainz verpasst in Heidenheim Sprung aus der Abstiegszone

Mainz lässt im Abstiegskampf eine große Chance liegen. Trotz Führung reicht es in Heidenheim nicht zum Sieg. Für den direkten Ligaverbleib sind die 05er auf fremde Hilfe angewiesen.
1. FC Heidenheim - FSV Mainz 05
Heidenheim und Mainz lieferten sich im letzten Spiel des 32. Spieltags eine umkämpfte Partie. © Harry Langer/dpa

Der FSV Mainz 05 hat einen riesigen Schritt im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga verpasst und geht vom Relegationsplatz aus in die verbleibenden beiden Spieltage.

Das Team von Trainer Bo Henriksen kam trotz Führung nicht über ein 1:1 (1:0) beim 1. FC Heidenheim hinaus und bleibt so mit 29 Punkten hinter dem 1. FC Union Berlin (30). Vor 15.000 Zuschauern reichte ein Tor von Jonathan Burkardt (36. Minute) nicht zum ersehnten ersten Auswärtssieg der Saison. Tim Kleindienst (65.) glich zum Abschluss des 32. Spieltages für Heidenheim aus.

Mainz liegt zwei Spieltage vor Saisonende fünf Zähler vor dem 1. FC Köln und kann damit auch noch direkt in die 2. Bundesliga absteigen. Um noch direkt drinzubleiben, müssen die 05er vor den eigenen Spielen gegen Borussia Dortmund und beim VfL Wolfsburg auch auf Patzer der Konkurrenz hoffen. Heidenheim hat als Tabellenzehnter noch Chancen auf Europa.

«Wie geil war das denn gegen die Bayern?»

Auf dem Schlossberg hatte schon vor dem Anpfiff ausgelassene Stimmung geherrscht. Durch das 4:3 des VfL Bochum bei Union Berlin stand Heidenheims Klassenverbleib auch rechnerisch fest - und das bereits am 32. Spieltag. «Wir wussten, dass wir mit 37 Punkten und der deutlich besseren Tordifferenz die Klasse halten. Natürlich ist es nochmal was anderes, wenn es zu 100 Prozent feststeht», sagte Heidenheim-Coach Schmidt vor der Partie bei DAZN.

Zur Feier des Tages waren die bekannten Kommentatoren Frank Buschmann und Wolff-Christoph Fuss auf der Ostalb zu Gast - und zwar als Fans. Bevor er sich mit Bier und Heidenheim-Fahne auf seinen Platz setzte, heizte Buschmann den Fans kräftig ein: «Wie geil war das denn gegen die Bayern? Ich bin froh, dass ich endlich mal hier bin.» Der Aufsteiger hatte den Rekordmeister im April sensationell mit 3:2 bezwungen.

In der Anfangsphase hatten beide Teams ihre Chancen. Einen wuchtigen, aber unpräzisen Abschluss von Eren Dinkci (10.) konnte Mainz-Torhüter Robin Zentner entschärfen. Auf der Gegenseite fehlten Burkardt nach Hereingabe von links nur wenige Zentimeter zur Gäste-Führung. 

Burkardts präziser Volley reicht nicht

Die erste große Chance hatte Heidenheim: nach langem Zuspiel von Omar Traoré holte Tim Kleindienst den Ball sehenswert aus der Luft, brauchte dann aber einen Tick zu lang und scheiterte am stark reagierenden Zentner (29.). Burkardt machte es für Mainz besser und verwandelte nach Flanke von Anthony Caci per Volley präzise zur Führung. Für den früheren U21-Nationalmannschaftskapitän war es das bereits siebte Tor in der Rückrunde. Burkardt, der sehr lange mit Verletzungen und Rückschlägen zu kämpfen hatte, wird im Abstiegskampf immer mehr zum Garanten der 05er.

Heidenheim kam mit viel Schwung aus der Kabine und hatte fortan auch die besseren Chancen. Dinkci (55.) lief alleine auf Zentner zu und scheiterte ein weiteres Mal am exzellenten Mainzer. Auch eine scharfe Hereingabe von Standardspezialist Jan-Niklas Beste bekamen die Gäste geklärt. Das Kopfballtor, das Kleindienst wenige Minuten später frei stehend aus kurzer Distanz erzielte, war nur noch eine Frage der Zeit. 

Die Schlussphase hatte es in sich. Zentner vereitelte weitere Großchancen des FCH und rettete seinem Team so immerhin einen Punkt. Auf der Gegenseite hatte Burkardt den Sieg für die Mainzer auf dem Fuß, doch auch Heidenheims Torhüter Kevin Müller erwischte einen starken Tag und nahm dem Stürmer den Ball mit einem sehenswerten Hechtsprung ab.

© dpa ⁄ Patrick Reichardt, dpa
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