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Erstmals Vorgaben für Windenergieflächen in den Regionen

Der Ausbau der Windenergie kam in Thüringen in den vergangenen Jahren nur schleppend voran. Nun soll das Angebot steigen - mehrere Regionen sind in Zugzwang.
Windräder
Archivbild: Beim Ausbau der Windenergie soll Thüringen jetzt schneller voran kommen © Martin Schutt/dpa

 

Erfurt (dpa/th) - Lange wurde über den recht langsamen Ausbau der Windenergie in Thüringen diskutiert, nun gibt es Vorgaben für die Flächenverteilung in den Landesteilen. Nach den Bundesvorgaben müssten in Thüringen bis zum Jahr 2032 insgesamt 35.600 Hektar oder 2,2 Prozent der Landesfläche für den Bau von Windrädern reserviert werden, teilte das Infrastrukturministerium in Erfurt mit. Das überarbeitete Landesentwicklungsprogramm, das vom Kabinett beschlossen wurde, berücksichtige nun diese Vorgaben für die Energiewende. 

Derzeit sind nach Ministeriumsangaben - unter Berücksichtigung der Regionalplanentwürfe für Südwest-, Nord- und Mittelthüringen - erst 1,1 Prozent der Landesfläche für Vorranggebiete Windenergie vorgesehen. Jetzt gebe es Vorgaben für die vier Thüringer Planungsregionen entsprechend ihrer landschaftlichen Voraussetzungen. 

 Faire Verteilung von Windrädern geplant

Danach seien im kommenden Jahrzehnt in Nordthüringen 3 Prozent der Fläche für Windvorranggebiete einzuplanen, in Mittelthüringen 2,2, in Südwestthüringen 2,0 und in Ostthüringen 1,7 Prozent. «Unser Ziel ist eine geordnete, faire und angemessene Verteilung der Vorranggebiete Windenergie, bei der wir die vielfältigen Landschaftsräume Thüringens berücksichtigen», erklärte Infrastrukturstaatssekretär Torsten Weil. Bei der Ausweisung von Vorranggebieten im Wald sollen hauptsächlich solche Flächen infrage kommen, die bereits Schäden aufweisen. Windräder im Wald sind in Thüringen seit Jahren heftig umstritten. 

Energieminister Bernhard Stengele erklärte, Thüringen leiste mit der Regionalisierung der Teilflächenziele seinen Beitrag zum deutschen Ausbauziel und ermögliche der Wirtschaft Energieprojekte. Zudem würden mit dem kürzlich vom Landtag beschlossenen Windenergiebeteiligungsgesetz auch die Kommunen finanziell profitieren, so Stengele.

Minister: Projekte von Industrie und Waldbesitzern möglich 

«Wir haben uns während des ganzen Prozesses dafür eingesetzt, dass Windenergieanlagen standortnah an Industrie- und Gewerbegebieten errichtet werden. Das erleichtert der Wirtschaft – von kleinen- und mittelständischen Unternehmen bis hin zum Weltkonzern – den so dringend benötigten Zugang zu sauberem Strom.» Für den Naturschutz würden weiter hohe Standards gelten, beispielsweise für Schutzgebiete im Wald oder das Grüne Band an der Landesgrenze. Windkraftanlagen insbesondere auf Schadflächen könnten dazu beitragen, dass die Waldbesitzer den nötigen Waldumbau finanzieren können. Zudem werde mit dem Landesentwicklungsprogramm klargestellt, dass beste landwirtschaftliche Böden nicht allein für Solar-Freiflächenanlagen genutzt werden könnTen. 

 

© dpa
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