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Stagnation auf Thüringer Arbeitsmarkt

Der Thüringer Arbeitsmarkt verharrt zwischen Winterpause und Frühjahrsbelebung. Zwar wurden wieder mehr freie Stellen gemeldet, doch stieg die Zahl der Erwerbslosen im Februar noch einmal leicht.
Arbeitsmarkt
«Agentur für Arbeit» steht auf einem Wegweiser vor der Behörde in Sangerhausen. © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Die Arbeitslosigkeit ist in Thüringen im Februar noch einmal leicht gestiegen. Im Vergleich zum Januar nahm die Zahl der Menschen ohne Job im Freistaat um 433 auf 71.697 Menschen zu, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Halle mitteilte. Im Vergleich zum Februar des Vorjahres stieg die Zahl der Arbeitslosen damit um 4770. Die Arbeitslosenquote lag den Angaben nach in diesem Februar weiterhin bei 6,5 Prozent nach 6,1 Prozent im Vorjahresmonat.

Im Ländervergleich lag die Arbeitslosigkeit in Thüringen den Angaben nach unter den Quoten von Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Nordrhein-Westfalen, Berlin und Bremen. Der leichte Anstieg der Arbeitslosigkeit im Februar sei eher untypisch für die Jahreszeit, erklärte der Chef der Regionaldirektion, Markus Behrens. Dennoch hätten mehr Menschen im Vergleich zum Januar eine Beschäftigung gefunden.

Demnach fanden 3849 arbeitslose Frauen und Männer im Februar eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt. Das waren 329 mehr als zu Jahresbeginn, aber 215 weniger als vor einem Jahr. Zudem meldeten die Unternehmen mehr offene Stellen, was auf den Beginn der Frühjahrsbelebung hindeute, sagte Behrens. Die Arbeitgeber zeigten 3532 neue Stellen an und damit 901 mehr als im Januar. Das waren jedoch immer noch 323 weniger als vor einem Jahr. Mit mehr als 15.300 offenen Stellenangeboten in Thüringen bestehe ein hoher Bedarf an Arbeitskräften.

Im Februar waren den Angaben nach 23.607 Frauen und Männer länger als ein Jahr ohne Arbeit und galten daher als langzeitarbeitslos. Das waren 15 mehr als im Januar und 3127 mehr als im Februar 2023. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen an allen Arbeitslosen betrage aktuell in Thüringen 32,9 Prozent nach 33,1 Prozent im Januar. Gestiegen sei gleichfalls die Jugendarbeitslosigkeit, was teilweise auf das Ende von Ausbildungen zurückzuführen sei, hieß es. Die Regionaldirektion griff für die Statistik auf Datenmaterial zurück, das bis zum 14. Februar vorlag.

© dpa
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