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Christliche Kirchen mit Aufruf zu gewissenhafter Wahl

Die anstehenden Wahlen in Sachsen in schweren Zeiten treiben Politik und Gesellschaft um. Auch die Kirchen schauen mit Sorge auf den Trend nach rechts und den Zuspruch für die AfD im Land.
Kirche in Dresden
Der Mond ist am Himmel hinter dem Kreuz der Dreikönigskirche zu sehen. © Robert Michael/dpa

In einer ökumenischen Initiative rufen die christlichen Kirchen in Sachsen die Bevölkerung im Wahljahr 2024 zum Urnengang und von Menschenwürde, Nächstenliebe und Zusammenhalt getragenen Entscheidungen auf. Wenn die Demokratie angegriffen und versucht werde, die Gesellschaft zu spalten, «kann Kirche nicht schweigen», sagte Tobias Bilz, Bischof der evangelischen Landeskirche, bei der Vorstellung der Kampagne am Mittwoch in Dresden. Unter dem Slogan «Für alle. Mit Herz und Verstand» fordert sie auf Plakaten, Bannern, Postkarten, Ansteckern, einer Homepage und über Social Media dazu auf «den Wert der Demokratie durch aktive Teilnahme an den Wahlen zu stärken».

Die Kampagne soll zum Nachdenken über die eigene Haltung und Einstellung anregen. «Wahlen sind eine Gewissensentscheidung, das bedeutet Gewissensfreiheit, aber auch, dass man darüber sprechen muss», sagte Bilz. Sie ziele auf positive Werte und Haltung der Menschen ab. «Wir glauben, in diesen Zeiten ist es besser zu sagen, wofür wir stehen, statt wogegen wir uns wenden.» Damit sollten das demokratische Recht zur freien Wahl gefördert und extremistischen Positionen entgegengewirkt werden.

Nötig seien Besonnenheit und ein festes Wertegerüst, sagte Heinrich Timmerevers, Bischof des Bistums Dresden-Meissen. In der Gesellschaft sei «das Gegenteil davon präsent: Zagheit, Furcht, Kleinmütigkeit, Dramatisierung, manchmal auch Schwarzmalerei, die lähmen oder blockieren». Das gesellschaftliche Miteinander brauche «einen anderen Geist, der das zum Ausdruck und zur Entfaltung bringe, was Menschen ausmache. «Menschenwürde, Nächstenliebe, Zusammenhalt kennen keine Ausnahme.» Er appellierte daher, bei der Wahlentscheidung «nicht nur uns selbst verpflichtet» zu sein, «sondern auch die Folgen für die Gemeinschaft im Blick haben».

Die auch vom Bistum Görlitz mitgetragene Initiative wird den Angaben nach bereits von mehr als einem Dutzend kirchlichen Institutionen unterstützt.

© dpa
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