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Parteien wollen mehr Einsatz für das Lesen

Studien zur Lesekompetenz deutscher Grundschüler zeigen desaströse Ergebnisse. Im NRW-Landtag sind sich Regierung und Opposition einig, dass jetzt auch außerhalb von Schule mehr Akteure helfen müssen.
Bücher
Ein Stapel Bücher liegt in einer Buchhandlung. © Frank Rumpenhorst/dpa/Frank Rumpenhorst/Symbolbild

Regierungs- und Oppositionsfraktionen in Nordrhein-Westfalen wollen Literatur- und Kultureinrichtungen stärker in die Leseförderung einbinden. Die Zahl der Menschen, die nicht lesen könnten, habe in den vergangenen Jahren zugenommen, stellen CDU, SPD, Grüne und FDP in einem gemeinsamen Antrag an den Düsseldorfer Landtag fest. Deshalb sei es wichtig, neben den klassischen Angeboten des Bildungssystems weitere Optionen zu erproben, um den Umgang mit Literatur und Sprache zu fördern. Über ihren Auftrag an die Landesregierung stimmt das Landesparlament am Donnerstag ab.

Unter anderem empfehlen die Fraktionen Kooperationen mit Bibliotheken, Büchervereinen und außerschulischen Leseinitiativen. Insbesondere für Kinder und Jugendliche aus bildungsfernen Familien müsse ein niedrigschwelliger Zugang zu Büchern geschaffen werden. Auch bei den Literaturbüros sei anzuregen, in ihren Veranstaltungen verstärkt Kinder- und Jugendliteratur zu berücksichtigen. In NRW gibt es fünf vom Land geförderte Literaturbüros in Bonn, Detmold, Düsseldorf, Gladbeck und Unna.

«Lesen ist von zentraler Bedeutung für die persönliche Entwicklung, für Bildung und Beruf, sowie Teilhabe am gesellschaftlichen Leben», heißt es im Antrag. «Lesen ist nicht nur ein grundlegendes Handwerkszeug, sondern ein Tor zu Wissen, kritischem Denken, Kreativität und Empathie.» Sowohl für die Erziehung als auch für die Selbstfindung des Menschen spiele das Lesen eine unersetzliche Rolle.

Mehrere Studien der vergangenen Jahre hatten deutschen Schülern zunehmend schlechtere Lesekompetenzen bescheinigt. Laut einer im vergangenen Frühjahr vorgestellten internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (Iglu) kann jeder vierte Viertklässler in Deutschland nicht richtig lesen und erreicht nicht das Mindestniveau des nötigen Textverständnisses.

Parteiübergreifend sehen die Fraktionen Nordrhein-Westfalen mit seiner traditionellen Literaturlandschaft besonders in der Pflicht. Hier würden zahlreiche Literaturfestivals gefördert und Autorenpreise vergeben. Nun solle die Landesregierung Initiativen für die Vermittlung von Literatur und für mehr Freude am Lesen stärker unterstützen.

© dpa
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