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Stolz statt Frust bei Werder - Aber Europa bleibt das Ziel

Fast hätte es schon in dieser Saison zu Europa gereicht. Doch das Ziel bleibt. Damit es gelingt, hofft Werder Bremens Coach Ole Werner auf eine große Veränderung im Vergleich zum vergangenen Sommer.
Ole Werner
Werders Trainer Ole Werner lacht vor dem Spiel beim Sky-Interview. © Carmen Jaspersen/dpa

Aufstieg, Klassenerhalt, einstelliger Tabellenplatz - und jetzt Europa? Nach dem knapp verpassten Einzug in den Europapokal plant Werder Bremen in der kommenden Saison den Angriff auf das internationale Geschäft. «Der nächste Schritt für uns ist es, international zu spielen», sagte Mitchell Weiser, der seinen Vertrag an der Weser am Freitag verlängert hatte. Auch, weil er mit den Grün-Weißen große Ziele hat. «Ich liebe die Challenge und will helfen, den Verein dahin zu bringen, wo er hingehört», sagte der Rechtsverteidiger. «Langfristig gesehen muss Werder in die Champions League.»

Das ist angesichts der deutlich zahlungskräftigeren Konkurrenz vielleicht etwas vermessen. Doch Fakt ist, dass die Richtung in Bremen stimmt. «Wir haben immer davon gesprochen, dass wir uns weiterentwickeln wollen, diese Entwicklung ist sichtbar», sagte Fußball-Chef Clemens Fritz zufrieden.

Fast hätte diese Entwicklung bereits in diesem Jahr für die Rückkehr in den Europapokal gereicht. Nach dem fulminanten 4:1 gegen den VfL Bochum am Samstag fehlten zwei mickrige Törchen für Platz acht, der im Falle des Pokalsieges von Bayern Leverkusen für die Qualifikation zur European Conference League reicht. Den Werder-Profis war nach dem Ende der Saison daher eine gewisse Enttäuschung anzumerken. Zumal die beiden fehlenden Treffer bei der Chancenfülle gegen desolate Bochumer locker möglich gewesen wäre.

Werder-Coach Ole Werner war aber schnell bemüht, das Positive herauszustellen. «Es fällt mir schwer, heute komplett enttäuscht zu sein», sagte der Bremer Trainer. «Dafür war die Mannschaft heute und im Laufe der Saison zu gut. Natürlich hätten wir gerne noch den einen Platz mehr gutgemacht, aber am Ende steht man nach 34 Spieltagen da, wo man hingehört.»

Für Werder ist das Rang neun. Eine Platzierung, mit der vor der Saison alle zufrieden gewesen wären. Schließlich hatten die Grün-Weißen einen turbulenten Transfersommer und ihren Kader erst sehr spät zusammen. Nationalstürmer Niclas Füllkrug wechselte erst am letzten Tag der Transferperiode zu Borussia Dortmund. Für ihn kam Rafael Borré, der Werder längst schon wieder verlassen hat.

Vor der kommenden Saison hofft Werner darauf, früher Planungssicherheit zu haben. «Wir müssen im Sommer einen guten Job machen, müssen versuchen, dass wir früher als Mannschaft zusammen sind. Damit wir unsere Hierarchie bilden und an unseren Abläufen arbeiten können», sagte Werner.

Bislang steht in Angreifer Marco Grüll von Rapid Wien erst ein Neuzugang für den Profikader fest. Zugleich wurden in Jiri Pavlenka, Nick Woltemade und Christian Groß drei Spieler verabschiedet, «von denen man merken wird, dass sie nicht mehr da sind», wie Werner es formulierte. Transferflop Naby Keita spielt ebenfalls keine Rolle mehr, der Vertrag mit dem gescheiterten Königstransfer des vergangenen Sommers soll aufgelöst werden.

Es wartet also einiges an Arbeit auf den zum Geschäftsführer aufsteigenden Fritz, Trainer Werner und den neuen Sportdirektor Peter Niemeyer, der am Samstag mit Preußen Münster den Aufstieg in die Zweite Liga feierte. «Es ist schon unser Ziel, dass wir den Kader früher zusammen haben», sagte Werner, der am 8. Juli zur ersten Trainingseinheit auf dem Platz bitten wird. «Aber genau weiß man es nie. Es kann immer noch Qualität dazu kommen, es kann immer noch ein Angebot reinkommen, mit dem sich ein Verein wie Werder Bremen beschäftigen muss.»

© dpa ⁄ Lars Reinefeld, dpa
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