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Kruse über Löw-Kritik: «Ein bisschen despektierlich»

Der frühere Bundestrainer Joachim Löw hatte am Sonntag Aussagen von Ex-Nationalspieler Max Kruse mit ungewöhnlichem Spott gekontert. Nun reagiert wieder Kruse.
Max Kruse und Joachim Löw
Der damalige Bundestrainer Joachim Löw (r) und Max Kruse im Jahr 2013. © Thomas Eisenhuth/dpa/Archivbild

Ex-Nationalspieler Max Kruse hat mit Unverständnis und verärgert auf die Kritik des früheren Bundestrainers Joachim Löw reagiert. «Dass ein ehemaliger Bundestrainer, der nicht dafür bekannt ist, aus seiner Haut zu fahren, so auf so etwas reagiert, sagt eigentlich schon alles», sagte Kruse am Montag am Rande der Kleinfeld-Liga Baller League.

«Wenn hinter dem, was ich gesagt habe, wirklich gar kein Wahrheitsgehalt stecken würde, würdest du nicht so drauf eingehen. Dann würdest du sagen, es lag an der Leistung. Wenn er nur das gesagt hätte, hätte niemand was gesagt. Aber so wirkte es schon ein bisschen despektierlich», sagte Kruse weiter und kündigte an, sich in seinem in der Nacht zum Donnerstag erscheinenden Podcast noch einmal eingehender zu dem Thema zu äußern.

Die Kritik mache aus seiner Sicht «keinen Sinn», sagte der 35-Jährige: «Für mich sowieso nicht, weil ich weiß, wie es war. Es macht aber grundsätzlich keinen Sinn, zu sagen, ich war nicht gut genug und mich dann zwei Monate später nach der WM wieder einzuladen. Dann bin ich anscheinend wieder gut genug gewesen.»

Löw hatte zuvor Kruses Behauptung dementiert, dass ein Vorfall vor einem Länderspiel in England Hintergrund für seine Nicht-Berücksichtigung für die Weltmeisterschaft 2014 gewesen sei, bei der das deutsche Team in Brasilien den Titel gewann. «Die Wahrheit ist: Er war einfach nicht gut genug», sagte Löw der «Bild»

Der ehemalige Bundesliga-Profi habe zwar seine Qualitäten als Spieler gehabt. «Aber Max wäre manchmal besser in der Uwe-Seeler-Traditionself aufgehoben gewesen, weil das Tempo, seine Dynamik in dem Spiel einfach auch ein Stück weit zu wenig waren», erklärte Löw und erklärte: «Wir wollten Weltmeister im Fußball werden - und nicht im Poker.»

© dpa
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