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Drogenbande: Marihuana-Plantage bei Großrazzia entdeckt

Am Morgen gibt es erste Infos zu einer größeren Drogenrazzia in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Ein paar Stunden später stellen die Ermittler die Bilanz ihres erfolgreichen Schlags vor.
Razzia
Polizisten stehen hinter einem Polizei-Flatterband. © Hannes P. Albert/dpa/Symbolbild

Mit einer großangelegten Drogen-Razzia im Nordwesten Niedersachsens und im Großraum Bielefeld hat die Polizei eine professionelle Marihuana-Indoor-Plantage auffliegen lassen. Drei mutmaßliche Drahtzieher der Dealergruppe seien vorläufig festgenommen worden, teilte die Polizei am Dienstag mit. Insgesamt richtete sich die Maßnahme gegen 17 Beschuldigte. Sie stehen im Verdacht, seit längerer Zeit die Region mit Drogen versorgt zu haben.

An den Durchsuchungen unter der Führung der Staatsanwaltschaft Osnabrück waren rund 150 Einsatzkräfte beteiligt, darunter Spezialkräfte aus Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und des Zolls. Am Morgen hatten die Ermittler zunächst knapp über die Aktion berichten, bei der insgesamt 22 Objekte nach Drogen und Beweismitteln durchsucht worden. Schon dabei sprachen die Beamten einem Erfolg, weil bei einer Durchsuchung eine professionelle Marihuana-Indoor-Plantage gefunden worden war.

Am Nachmittag folgten dann weitere Details: Die Plantage mit mehreren Etagen wurde in Dinklage auf dem Gelände einer ehemaligen Fleischerei entdeckt. In der ehemaligen Kühlhalle stießen die Ermittler auf etwa 800 Cannabis-Pflanzen und mehr als 900 Setzlinge. Zusammen waren die Einsatzkräfte an 4 Orten in NRW und 18 in Niedersachsen im Einsatz. Als Schwerpunkte des Einsatzes bezeichneten die Beamten den Großraum Osnabrück, Dinklage, Vechta, Wagenfeld, Greven, Bielefeld und Schloss Holte-Stukenbrock.

In einer Osnabrücker Wohnung seien beispielsweise zwölf Kilogramm Cannabis gefunden worden. In einem alten Gehöft im Raum Bielefeld stellten die Ermittler zudem mehr als 50 Kilo Cannabis mit einem Straßenverkaufswert von rund einer Million Euro sicher. Außerdem fanden sie mehr als 80.000 Euro Bargeld, Handys und eine scharfe Schusswaffe.

Schon im August 2022 hatte die Polizei nach eigenen Angaben mehrere Verdächtige aus dem Raum Osnabrück ins Visier genommen. Zunächst lag der Fokus auf einer Gruppe, die dort mit Betäubungsmitteln, aber vor allem mit Marihuana gehandelt haben soll. Im Zuge der Ermittlungen sei es gelungen, auch die Hintermänner der illegalen Drogengeschäfte zu identifizieren.

© dpa
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