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Show erinnert an «Aufstand der Kaffeeverleserinnen»

Bereits ein halbes Jahr vor dem Streik der Hafen- und Werftarbeiter protestierten die Kaffeeverleserinnen 1896 gegen unzumutbare Arbeitsbedingungen. Daran will eine Show im Hamburg Dungeon erinnern.
Presse-Vorführung
Schauspielerin Lara Bruder als Kaffeeverleserin spielt während der Presse-Vorführung der Show «Aufstand der Kaffeeverleserinnen» im Hamburg Dungeon in der Speicherstadt. © Marcus Brandt/dpa

Eine neue Show im Hamburg Dungeon erinnert ab 1. März an den «Aufstand der Kaffeeverleserinnen»: Ein halbes Jahr vor dem Streik der Hafen- und Werftarbeiter traten die Kaffeeverleserinnen in Hamburg und Altona 1896 in den Ausstand. Die Frauen, die vor dem Rösten des Rohkaffees die Bohnen nach Größe, Farbe und Qualität sortieren mussten, protestierten damit gegen unzumutbare Arbeitsbedingungen, unfaire Strafzahlungen und Hungerlöhne, wie das Hamburg Dungeon am Dienstag mitteilte. Sie bildeten damit die «weibliche Speerspitze» der bekannten Streikbewegung. Ein Schwerpunkt war der Ausstand von rund 550 Arbeiterinnen bei der Altonaer Firma Stucken & Andresen.

«Bis in die 1970er-Jahre war das manuelle Kaffeesortieren in Hamburg ein ausschließlicher Frauenjob, eine von der Kaffee-Ernte abhängige knochenharte Saisonarbeit zum Hungerlohn», sagte Geschäftsführerin Miriam Wolframm. «Angesichts der aktuellen Situation von Frauen in der Arbeitswelt ist es wichtig anzuerkennen, dass viele historische Kämpfe um Gleichberechtigung und Arbeitsrechte noch immer relevant sind. Daher widmen wir unsere neue Show diesen mutigen Frauen, die als Speerspitze vorangegangen sind.» In der Szenerie sollen die Besucher in die Vorbereitung eines Streiks einbezogen werden.

Das Hamburg Dungeon, eine Art Gruselkabinett mit echten Schauspielern, bietet zahlreiche Shows, die die «dunkle Seite» der Hamburger Geschichte darstellen sollen. So werden das historische Gängeviertel, der Große Brand von 1842 und der Pirat Klaus Störtebeker thematisiert, der 1401 in Hamburg auf dem Grasbrook hingerichtet wurde.

© dpa
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