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Missbrauch über Videochat: Sexualtäter vor Gericht

Über eine Online-Spieleplattform soll ein vorbestrafter Mann zu einer Elfjährigen Kontakt aufgenommen haben. Ein Sozialarbeiter hörte zufällig ein Telefongespräch und schaltete sofort die Polizei ein.
Gerichtsmikrofone
Mikrofone und Kopfhörer auf einem Tisch in einem Gerichtssaal. © Jonas Walzberg/dpa/Symbolbild

Weil er ein elfjähriges Mädchen über das Internet missbraucht haben soll, steht ein verurteilter Sexualstraftäter vor dem Berliner Landgericht. Der Angeklagte soll in 15 Fällen Videoaufnahmen mit kinderpornografischen Inhalten hergestellt haben. Die betroffene Schülerin habe er laut Ermittlungen über eine Online-Spieleplattform kennengelernt. Die Aufnahmen seien zwischen April und Juli 2023 im Verlauf von Videochats erfolgt. Zu Prozessbeginn am Mittwoch hat der 61-Jährige zunächst zu den Vorwürfen geschwiegen.

Der Mann stand im Tatzeitraum nach Verbüßung einer Haftstrafe von mehr als sechs Jahren wegen sexuellen Missbrauchs unter sogenannter Führungsaufsicht. In einem entsprechenden Beschluss war ihm auch untersagt worden, Kontakt zu Kindern und Jugendlichen aufzunehmen. Die Anklage im aktuellen Prozess lautet auf sexuellen Missbrauch von Kindern ohne Körperkontakt, Herstellung von Kinderpornografie und Verstoß gegen Weisungen während der Führungsaufsicht. Dem Mann droht neben einer Verurteilung zu einer Strafe auch die Anordnung der Sicherungsverwahrung.

Ein Sozialarbeiter hatte die Ermittlungen im Fall der Elfjährigen ins Rollen gebracht. Er habe zufällig ein Telefongespräch des 61-Jährigen, der damals in einem betreuten Wohnprojekt lebte, mitgehört, schilderte der Zeuge im Prozess. Als er mit Kollegen im Innenhof stand und das Fenster der Wohnung des Angeklagten im Erdgeschoss geöffnet war, hätten sie «eine Stimme gehört, die sehr kindlich klang». Der Mann, der keinen Kontakt zu Kindern haben durfte, habe in dem Telefonat über eine Creme für den ganzen Körper gesprochen. «Wir haben Meldung gemacht noch während des Gesprächs», so der Zeuge.

Der 61-Jährige befindet sich seit Ende November in Untersuchungshaft. Laut Anklage soll er im Gespräch mit der Elfjährigen immer wieder veranlasst haben, sich unbekleidet und in bestimmten Posen vor der Kamera zu zeigen. Die Schülerin habe im Ermittlungsverfahren angegeben, dass ihr der Mann Geschenke und Geld versprochen habe, sagte ein Polizeibeamter im Prozess. Sie habe auch von Bedrohungen gesprochen. Die Verhandlung wird am 24. Mai fortgesetzt.

© dpa
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