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München gegen rechts: Polizei rechnet mit 25.000 Menschen

Nach Bekanntwerden eines Treffens von Rechtsextremen mit Politikern von AfD und CDU formiert sich breiter Widerstand. Die Enthüllungen haben etwas ins Rollen gebracht - auch in München.
Demonstrationen gegen Rechtsextremismus
«Faschisten sind keine Alternative für Deutschland» steht auf einem Plakat. © Jason Tschepljakow/dpa

Die Beteiligung an den Demonstrationen gegen Rechtsextremismus übertrifft deutschlandweit die Erwartungen - und auch in München stellen sich die Einsatzkräfte auf mehr Menschen ein als zunächst gedacht. «25.000 plus X», sagte eine Polizeisprecherin am Sonntagvormittag. Noch zur Wochenmitte hatte die Stadt mit 10.000 bis 20.000 Teilnehmern gerechnet, die am Sonntagnachmittag unter dem Motto «Gemeinsam gegen rechts» am Siegestor zusammenkommen wollen. Am Samstag ging die Münchner Polizei von bis zu 25.000 Menschen aus.

«Allerhöchste Zeit, dass wir als Gesellschaft gemeinsam für unsere Demokratie und Vielfalt einstehen!», teilten die Organisatoren mit. «Wir alle müssen jetzt aufstehen gegen Rechtsextremismus, wir müssen uns gemeinsam gegen die anhaltenden Entwicklungen stemmen, die nicht erst seit dem von Corretiv aufgedeckten Geheimtreffen die reale Gefahr für unsere Demokratie sind.»

Die Proteste sind unter anderem beflügelt durch die Enthüllungen des Recherchezentrums Correctiv über ein Treffen von Rechtsextremisten am 25. November 2023, an dem AfD-Politiker sowie einzelne Mitglieder der CDU und der sehr konservativen Werteunion teilgenommen hatten.

Seither gibt es zahlreiche Demos bundesweit. Deutschlandweit gingen am Samstag Hunderttausende auf die Straßen, in Bayern kamen allein in Nürnberg nach Polizeiangaben etwa 15.000 Menschen zusammen. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer warben mit selbst gestalteten Plakaten für ein Miteinander in Deutschland. Sprechchöre riefen: «Ganz Nürnberg hasst die AfD!» Für Sonntag waren in Bayern neben München auch Veranstaltungen in Regensburg und Bad Tölz geplant, bundesweit sollte es weitere Demonstrationen etwa in Berlin, Köln, Leipzig und Cottbus geben.

© dpa
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