Elektro-Bulli auf dem Weg zum Serienstart

18.02.2022 Gut Ding, will Weile haben: Fast genau fünf Jahre nach dem Debüt der Studie geht jetzt der VW ID Buzz in Serie. Im März wird er enthüllt, im Herbst kommt er in den Handel. Erste Fakten gibt es schon heute.

Party-Bulli randvoll mit Hippies? Nein, hier lässt VW seinen elektrischen ID Buzz auf letzten Testfahrten noch leicht getarnt durch Hamburg fahren. © Volkswagen AG/dpa-tmn

Der VW ID Buzz steht kurz vor der Serienreife: Im März soll der elektrische Erbe des legendären Bulli vollends enthüllt werden. Das hat VW jetzt bei abschließenden Testfahrten in Hamburg angekündigt. Der Verkauf soll zu Preisen ab zunächst gut 60 000 Euro nach den Sommerferien beginnen. Und ab Oktober oder November werde ausgeliefert, so der Hersteller weiter.

Dabei denken die Niedersachsen nicht nur an Familien, sondern auch an Firmen: Neben der Pkw-Variante wird es auch einen ID Buzz Cargo mit Kastenaufbau geben. Außerdem bereitet VW fürs nächstes Jahr eine Langversion vor. Statt etwa 4,70 Meter misst sie knapp fünf Meter und bietet entsprechend mehr Innenraum- auch für eine dritte Sitzreihe.

Über 400 Kilometer weit mit einer Akkuladung

Technische Basis des von der 2017er Studie inspirierten ID Buzz ist der Elektro-Baukasten MEB der Wolfsburger. Aus ihm haben sich die Entwickler zunächst einen 77 kWh großen Akku und einen 150 kW/204 PS starken E-Motor für die Hinterachse gegriffen. Das reicht laut VW für Geschwindigkeiten bis zu 145 km/h und eine Fahrstrecke von rund 420 Kilometern. Danach wird mit bis zu 170 kW geladen, so dass der Akku binnen 30 Minuten von 5 auf 80 Prozent kommt.

Neuerdings braucht es dafür an geeigneten Ladestellen auch keine manuelle Authentifizierung mehr, weil jetzt auch VW Plug & Charge beherrscht. Außerdem kann der ID Buzz bidirektional laden und so als Pufferspeicher für die heimische Energieversorgung dienen.

Weitere Versionen sollen günstigere Einstiegspreise bringen

Später will VW mindestens zwei weitere Antriebsvarianten nachreichen: Um den Preis auf Mitte 50 000 Euro zu drücken, bauen die Niedersachsen einen gut 50 kWh großen Akku ein, der dann eine Normreichweite von etwa 300 Kilometern liefert. Und wer mehr Power oder Traktion braucht, für den gibt es einen zweiten E-Motor an der Vorderachse und mit ihm 299 kW/406 PS.

© dpa

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