Frisch beim Händler

Mit dem VW ID.Buzz feiert im Herbst eines der interessantesten Auto-Neuheiten des Jahres seine Premiere. Aber auch die anderen Debütanten können sich sehen lassen. 

SP-X/Köln. Nach den sommerlichen Werksferien beginnt die zweite Hälfte des Autojahres 2022. Bis Silvester rollen noch zahlreiche interessante Pkw-Modelle neu zum Händler. Fünf Beispiele. 

VW ID Buzz: 

Der VW Bulli kommt zurück – als Elektroauto. Mit dem retro-futuristischen ID. Buzz im Stil des klassischen Transporters T1 nimmt Volkswagen Ende des Jahres einen prädestinierten Sympathieträger ins Programm. Zum Start gibt es zunächst nur eine Antriebsvariante, die aber als Pkw und als Nutzfahrzeug. Wie schon die anderen ID-Elektromodelle basiert auch der Bus auf der MEB-Architektur des Konzerns, die diverse Akku- und Motorgrößen erlaubt. Zunächst beschränkt sich VW auf einen 77 kWh großen Speicher, der einen 150 kW/204 PS starken E-Motor an der Hinterachse mit Strom versorgt. Die Reichweite dürfte bei 400 bis 450 Kilometern liegen. Die Preise starten wohl bei rund 65.000 Euro. 

BMW X1 

BMW legt im Oktober den X1 neu auf. Die dritte Generation des kompakten SUVs trägt eine leicht vergrößerte Niere und tritt allgemein eine Spur aggressiver auf als zuletzt. Bei den Abmessungen legt der Neue nur leicht zu, wahrt mit 4,50 Metern Länge den Respektabstand zum Mittelklasse-SUV X3. Direkt zur Markteinführung stehen zwei Benziner und zwei Diesel zur Wahl, die jeweils mit einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe kombiniert sind. Die Basis bildet ein 100 kW/136 PS 1,5-Liter-Benziner zu Preisen ab 41.400 Euro. Ergänzt wird das Angebot ab November durch weitere konventionelle Varianten, zwei Plug-in-Hybride und den elektrischen iX1 xDrive 30 (ab 55.000 Euro) mit Allradantrieb und 230 kW/313 PS Systemleistung. 

Mercedes GLC:

Die frisch modernisierte C-Klasse bekommt im Herbst wieder einen SUV-Cousin. Der neue GLC basiert wie bisher technisch auf der Limousine, bleibt ebenfalls der bekannten Designlinie treu, macht aber im Detail vieles besser oder zumindest moderner. Direkt zu sehen ist das an dem Riesen-Display im Cockpit, auf dem eine der besten Infotainment-Softwares auf dem Markt läuft. In Sachen Antrieb verzichtet die neue Generation wie schon die C-Klasse komplett auf Sechszylinder, stattdessen werden alle Vierzylinder elektrifiziert – neben Mildhybriden sind Richtung Jahresende auch Plug-in-Hybride zu haben, die mit elektrischen Reichweiten um die 100 Kilometer aufwarten. Im Vergleich zur Vorgängergeneration ruft Mercedes je nach Variante um mindestens 9.000 Euro höhere Preise auf. 

Renault Austral

Aus Kadjar wird im September Austral: Renault ändert im Zuge des Generationswechsels bei seinem Kompakt-Crossover die Modellbezeichnung. Der neue Name ist abgeleitet vom lateinischen Wort „australis“, das auf Deutsch „südlich“ bedeutet. Er soll Assoziationen an die Wärme und die Farben der südlichen Hemisphäre wecken. Relativ blumig für ein Auto, das sich die Technik mit dem Nissan Qashqai teilt und wie dieser eher ein rationales Fahrzeug mit gutem Platzangebot und fairem Preis-Leistungs-Verhältnis sein will. Optisch zumindest tritt der Neue frisch auf und orientiert sich am Elektromodell Mégane E-Tech. Einen reinen E-Antrieb wird es für den Crossover zwar nicht geben, dafür aber einen 147 kW/200 PS starken Vollhybriden, der den in der Vorgängergeneration angebotenen Diesel aus dem Programm stößt. Alternativ sind verschiedene Benziner mit Mildhybridtechnik zu haben. Die Preise dürften jenseits von 30.000 Euro starten. 

Mazda CX-60

Die Japaner sind bekannt für ihre technischen Sonderwege. Während alle Welt dem Diesel den Rücken kehrt, dreht der neu entwickelte Selbstzünder im Mittelklasse-SUV CX-60 gleich auch noch dem Downsizing-Trend eine lange Nase. Der 3,3-Liter-Reihensechszylinder wird aber erst 2023 nachgereicht, zunächst gibt es im bislang größten Mazda-SUV einen zeitgeistigeren Plug-in-Hybrid aus 2,5-Liter-Benzinaggregat (141 kW/192 PS) und Elektromotor (100 kW/136 PS), der es auf 241 kW/327 PS bringt. Die hohe Leistung ist kein Zufall, will Mazda laut neuer Premium-Doktrin doch künftig vor allem Edelmarken wie Audi, BMW, Volvo, Lexus und Genesis auf die Pelle rücken. Das spiegelt sich auch in den Preisen wider, die bei knapp 50.000 Euro starten. 

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