Games Music Hörbücher Fitness MyTone Alle Services
vodafone.de

Kunden vermissen gedruckte Werbeprospekte

Viele Kunden planen ihre Einkäufe mit den klassischen Papierprospekten. Deren Abschaffung sorgt oft für Unmut, wie eine Umfrage zeigt. Die Apps der Händler sind für viele Menschen keine Alternative.
Werbeprospekte
Rewe-App

Einige Einzelhändler wie Rewe und Obi haben ihren klassischen Werbeprospekt abgeschafft. Manche Kunden sehen das jedoch negativ. Laut einer Befragung des Handelsforschungsinstituts IFH Köln vermissen 52 Prozent der betroffenen Menschen die Print-Werbung. Dies bezieht sich auf Personen, die früher regelmäßig Prospekte gelesen haben, die dann eingestellt wurden. 62 Prozent geben demnach an, nun weniger Informationen über Angebote der entsprechenden Händler zu erhalten. 

Fast jeder Zweite kauft nach eigenen Angaben infolgedessen weniger bei diesen Anbietern (45 Prozent). An den Apps, in denen Händler oft zusätzliche Rabatte anbieten, haben viele Kunden offensichtlich keinen großen Gefallen. 45 Prozent finden es kompliziert, andere Kanäle oder Medien nutzen zu müssen.

iPhone 16 Pro jetzt bei Vodafone bestellen

49 Prozent der Betroffenen lesen inzwischen mehr Prospekte von anderen Ketten, die nach wie vor auf Print-Werbung setzen. Das IFH hat im Rahmen einer Studie im Februar 2025 rund 1.260 Menschen in Deutschland repräsentativ befragt. 

Am Ende entschieden die Verbraucher, welche Medien sie konsumieren, sagte der Geschäftsführer von IFH Media Analytics, Andreas Riekötter. «Logisch, dass Konsumenten, die es so gewohnt sind, ihre Einkäufe zu planen, weniger bei den Anbietern kaufen, die ihrerseits den Zugang zu ihren Angeboten derart reglementieren, dass sie Verbraucherinnen und Verbraucher zum digitalen Konsum nahezu zwingen wollen.»

Reichweite der Print-Werbung groß

Die Supermarktkette Rewe, die seit 2023 auf Print-Werbung verzichtet, hält den Schritt nach wie vor für richtig. Den gedruckten Papier-Prospekt abzuschaffen, habe sich bewährt, sagte eine Sprecherin. «Alle Rewe-Kaufleute stehen geschlossen und unverändert hinter der Entscheidung.» 

Seit der Einstellung verzeichne man eine positiv stabile Geschäftsentwicklung. Die hohen Anmelde- und Nutzungszahlen der Rewe-App belegen nach Unternehmensangaben die stark verbreitete Akzeptanz digitaler Lösungen.

Der IFH-Studie zufolge erfreuen sich Print-Prospekte in Deutschland weiterhin großer Beliebtheit. 78 Prozent der Menschen lesen sie einmal in der Woche oder öfter. Der Anteil liegt damit so hoch wie bei Befragungen in den vergangenen Jahren - und höher als bei Online-Medien wie Apps oder Prospekten, die man im Internet aufrufen kann. Die werden aktuell nur von 66 Prozent mindestens wöchentlich genutzt, um sich über Werbung zu informieren.

Die Ergebnisse zeigten, dass gedruckte Prospekte nach wie vor ein fester Bestandteil im Alltag der Konsumentinnen und Konsumenten bleiben, sagte IFH-Experte Riekötter. Laut der Untersuchung erhalten 83 Prozent der deutschen Haushalte die klassischen Prospekte, von 96 Prozent davon würden sie auch gelesen, heißt es. Die häufigsten Motive: Schnäppchen finden, Geld sparen und den Einkauf planen. 

Print-Lektüre für 87 Prozent entspannt und gemütlich

Dass die gedruckten Werbeprospekte so gefragt sind, hat Gründe. Sie profitierten von einem hohen Gewöhnungseffekt, so Riekötter. Laut Umfrage nehmen 87 Prozent der Menschen die Lektüre als gemütlich und entspannt wahr. Bei den Online-Alternativen geben das 72 Prozent an. Die übrigen 28 Prozent empfinden das Lesen als stressig und anstrengend. 

Online-Medien wie Apps und Webseiten verzeichnen der Studie zufolge starke Zuwächse und werden von Konsumenten immer häufiger genutzt. Aus Sicht von Riekötter sind gedruckte Prospekte wegen ihrer Reichweite nicht zu ersetzen. Viele Kunden würden deshalb beides, also Print- und Online-Werbung, lesen. 

Neben Rewe verzichtet seit 2022 auch die Baumarktkette Obi auf Print-Werbung. Die Deutsche Post hat ihr Werbegeschäft «Einkaufaktuell» mit Prospekten von Einzelhändlern zum 1. April 2024 eingestellt. Grund dafür seien die sinkenden Werbeausgaben von Firmenkunden und die gestiegenen Kosten für Energie, Papier und Personal, hieß es.

© dpa
Das könnte Dich auch interessieren
Empfehlungen der Redaktion
NDR-Intendantenwahl
Tv & kino
NDR-Intendantenwahl vorerst gescheitert
Ariana Grande
Musik news
O'Bros an der Chartspitze - Ariana Grande auf der Vier
Russell Brand
People news
Ex-Moderator Russell Brand wegen Vergewaltigung angeklagt
Logo der Facebook-App auf einem Smartphone
Internet news & surftipps
Konzertticket über Facebook: Achtung, hier lauert Betrug
Mann hält im Supermarkt ein Smartphone an das Kassenterminal
Internet news & surftipps
Kassenzettel einfach als PDF mitnehmen
iPhone: Name ändern – so geht’s
Handy ratgeber & tests
iPhone: Name ändern – so geht’s
Ski alpin: Italienische Meisterschaften
Sport news
Auch Kreuzbandriss: Brignone-Verletzung noch viel schlimmer
Paar joggt gemeinsam in der Stadt
Gesundheit
Ausdauertraining: Wie anstrengend muss es sein?