Die Teile für das Abenteuer

25.05.2022 Erst das richtige Zubehör macht aus einem Pick-up ein echtes Abenteuer-Mobil. Oder eben ein praktisches Werkzeug für den Handwerker-Alltag. Mitsubishi Motors Deutschland leistet sich daher eine eigene nationale Teile-Entwicklung.   

SP-X/Friedberg. In keiner Fahrzeugklasse spielt Zubehör eine so große Rolle wie bei Pick-ups. Erst die Retrofit-Teile aus dem Katalog machen aus dem simplen Pritschenwagen ein Abenteuermobil oder ein passgenaues Werkzeug. Der Importeur Mitsubishi Motors Deutschland (MMD) leistet sich daher eine eigene Zubehörwerkstatt, wo all das Praktische und Schicke entwickelt wird, was der japanische Hersteller nicht selbst im Programm hat.   

Über 100 selbst entwickelte Zubehörteile hat das Zubehör-Team um Daniel Hack-Hayes mittlerweile im Programm. Die meisten davon für den Pick-up L200, einige auch für den Kleinstwagen Space Star und den Crossover Eclipse Cross. Doch während dort vor allem Anhängekupplungen und Fahrradträger gekauft werden, ist das Programm für den großen Nutzwert-Allrader deutlich vielfältiger. Einer der Renner im Programm: die LED-Lightbar für das Dach – mit ihren 32.000 Lumen unverzichtbar für Jäger, Förster oder alle anderen, die im Dunkeln arbeiten wollen.  

Lightbars sind eigentlich Offroader-Standard. Mitsubishi Motors in Japan hat sie bislang trotzdem nicht im offiziellen Teileprogramm. „Wir stehen über unsere Händler in engem Kontakt zu unseren Kunden. So haben wir mitbekommen, dass bei ihnen Bedarf existiert“, so Hack-Hayes. Der Startschuss für ihn und sein Team. Konzeption und Entwicklung erfolgt in der eigenen Werkstatt, die endgültige Gestaltung und die Produktion übernimmt ein Auftragsfertiger. Rund 1.100 Euro kostet die dezente und leistungsstarke Lichtleiste nun beim Mitsubishi-Händler.   
Dass Mitsubishi Motors in Japan sich nicht selbst um vergleichbares Zubehör kümmert, ist keine Nachlässigkeit. Japanische Autohersteller konzentrieren sich traditionell eher auf ihr Kerngeschäft, den Fahrzeugbau. Zubehör spielt eine vergleichsweise kleine Rolle, eher in Form von Basis-Artikeln wie Fuß- oder Kofferraum-Schutzmatten. Dazu kommt: „Deutschland ist für den L200 mit rund 2.000 verkauften Autos pro Jahr ein kleiner Markt. Allerdings mit anspruchsvollen Kunden“, weiß Hack-Hayes und erzählt von einer langjährigen Herausforderung beim Thema Anhängerkupplung. Zwar gab es schon früh bei Mitsubishi ab Werk einen abnehmbaren Haken, allerdings blieb am Fahrzeugheck immer die Basisplatte sichtbar. Für die Ästheten unter den deutschen Kunden ein Unding. Für sie entwickelte MMD ein eleganteres, unauffälligeres System. „Kleinigkeiten machen den Unterschied“, sagt Hack-Hayes.   

Gerade solche Kleinigkeiten und kulturellen Unterschiede sind es, auf die MMD mit dem Luxus einer eigenen Zubehörwerkstatt reagiert. Der typische L200-Käufer kauft zwar nicht immer Zubehör. Aber er will es theoretisch tun können. Vor allem Offroad- und Camping-Teile üben auf viele Kunden eine Faszination aus, die Hack-Hayes und sein Team mit Ladeflächen-Zelten, Luftansaug-Schnorchel und verschiedenen Seilwindensystemen weiter befeuert. Den Wunsch eines Kunden nach einer reinen Show-Winde lehnte Hack-Hayes jedoch ab, wie er erzählt. Dem L200-Fahrer habe die kernige Optik gefallen, die Funktion sei jedoch uninteressant gewesen. In solchen Fällen erhalten Käufer seit kurzem zumindest eine abgespeckte Variante des Systems, das sich zwar nicht zur Selbstbergung in schwerem Gelände eignet, aber immerhin für kleinere Holzarbeiten taugt.   

Neben dem Faszinations-Zubehör und kernigen Offroad-Helfern nehmen modulare Stausysteme viel Raum im Katalog ein. Auch diese entwickelt MMD mit Blick auf die Anforderungen der deutschen Kundschaft selbst. Sowohl Handwerker als auch Freizeitsportler finden ein breites Angebot an Stauboxen, Schubladen und Laderaumabdeckungen. Dazu kommen mehrere Seiten an Design-Extras, etwa Alternative Frontmasken, Kotflügelverbreiterungen und Räder.   

Zu den Meisterstücken der Zubehörwerkstatt zählt aber noch etwas anderes: Der Lieferwagen-Umbau für den Space Star. Hack und sein Team haben einen einlegbaren Ladeboden entwickelt, der den Kleinstwagen in wenigen Minuten zerstörungsfrei zum Mini-Transporter macht. Einfach die Rücksitzbank umklappen, die Hutablage herausheben, die Verbundholzplatte fest-clippen und schon ist Platz für Handwerkszeug oder Güter. Ein integriertes Laderaumgitter schützt Fahrer und Beifahrer. Knapp 1.000 Euro kostet das System.   

An Ideen mangelt es dem MMD-Team nicht. Auch künftig dürften L200-Fahrer also auf einen gut gefüllten Zubehör-Katalog zurückgreifen können. Auch, wenn sie manches gar nicht brauchen – dass sie es haben könnten, gibt schon ein gutes Gefühl. 

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