BMW 7er kommt als Diesel, Plug-in-Hybrid und E-Modell

20.04.2022 Digitale Enthüllung: Weil Peking seine Motorshow verschoben hat, zieht BMW online das Tuch vom neuen 7er - und überrascht bei Form und Format. Auch unter der Haube müssen Kunden sich umstellen.

Der nächste BMW 7er kommt noch 2022 in den Handel - mit zugespitztem Design, neuem Look bei den Leuchten und anderem Motorenportfolio. © Daniel Kraus/BMW AG/dpa-tmn

Großer Auftritt auf digitaler Bühne: Da die Motorshow in Peking wegen der Pandemie verschoben wurde, enthüllt BMW den nächsten 7er im Internet. Noch 2022 soll das Flaggschiff von BMW in den Handel kommen - als Verbrenner, E-Version und Plug-in-Hybrid.

Das Design treibt den aktuellen BMW-Stil auf die Spitze. Es rückt die Niere mit einem LED-Rahmen noch mehr in den Vordergrund, und führt mit je zwei LED-Schlitzen einen neuen Look für die Leuchten ein.

Die Abmessungen legen zu: So wird der 7er rund fünf Zentimeter breiter und höher, und die lange Version um weitere 13 Zentimeter auf fast 5,40 Meter gestreckt. Die bisher erhältliche Kurzversion wird gestrichen.

Im Interieur gibt es ein vollständig animiertes Cockpit im Stil des iX und einem Kinobildschirm für den Fond, der auf Knopfdruck aus der Decke klappt.

BMW hat beim 7er die Motorenpalette verändert

Zumindest für Europäer dürfte das Motorenportfolio ungewohnt werden. Reine Benziner bietet BMW für sein Flaggschiff nach eigenen Angaben in unseren Breiten nicht mehr an. Auch den V12-Motor hat BMW für den 7er weltweit gestrichen.

Für Europa werde es nur noch einen Dieselmotor mit sechs Zylindern, drei Litern Hubraum und 220 kW/300 PS sowie zwei Plug-in-Hybriden mit jeweils mehr als 100 Kilometern elektrischer Reichweite und natürlich den vollelektrischen i7 geben.

Er kommt als i7 xDrive60 mit je einem Motor pro Achse auf 400 kW/544 PS, beschleunigt mit bis zu 745 Nm in 4,7 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. So erreicht er eine Spitzengeschwindigkeit von 240 km/h.

Die Energie dafür liefert ein Akku mit rund 102 kWh Netto-Kapazität, der eine Normreichweite von 625 Kilometer ermöglicht. Mit bis zu 200 kW am Gleichstrom geladen, steht der Siebener im besten Fall zehn Minuten für 110 Kilometer an der Steckdose.

Autonomes Fahren ist an Bord

Genaue Preise nannte BMW noch nicht, deutete aber an, dass der konventionelle 7er kaum unter 100 000 Euro zu haben sein werde. Für den i7 müssen Kunden wohl rund 140 000 Euro bezahlen.

Als erstes Modell aus München ist der 7er laut BMW für das autonome Fahren nach Level 3 gerüstet. Das könnte Fahrer in naher Zukunft so entlasten, dass sie in ausgewählten Situationen ganz legal die Augen von der Straße nehmen und zum Beispiel zum Smartphone greifen können.

© dpa

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