ADAC: Förderung von E-Autos verbraucherunfreundlich

Immer mehr Menschen wollen auf ein E-Auto umsteigen. Der Staat zahlt ihnen hierfür eine Förderprämie. Doch die Antragstellung hat seit der Reform einen Haken, kritisiert der ADAC.
Laut ADAC gibt es bei der E-Auto-Prämie nun einen Haken: Die Antragstellung ist nur für Fahrzeuge möglich, deren Zulassung bereits erfolgt ist. © Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild

Der ADAC hat die Reform der staatlichen Förderung von Elektroautos kritisiert. Mit Blick auf eine neue Förderrichtlinie erklärte ADAC-Technikpräsident Karsten Schulze, die Bundesregierung habe die Chance verpasst, die Förderung verbraucherfreundlicher zu gestalten. Autokäuferinnen und -käufern sollten die Höhe der Förderung schon bei der Bestellung eines Fahrzeuges zugesagt bekommen.

Die Reform der Förderung war bereits bekannt. Eine Antragstellung ist nur für Fahrzeuge möglich, deren Zulassung bereits erfolgt ist, wie aus der Richtlinie hervorgeht. Im Zuge der Reform laufen Subventionen für Plug-in-Hybridfahrzeuge Ende dieses Jahres aus. Käufer von reinen Elektroautos bekommen vom kommenden Jahr an weniger Unterstützung vom Staat. Vom 1. September 2023 wird die Förderung auf Privatpersonen beschränkt - Unternehmen gehen dann leer aus.

Kritik kam auch vom Autoimporteurverband VDIK. Präsident Reinhard Zirpel teilte mit: «Vielen Kunden müssen nun bis zum Jahresende hoffen und bangen, dass ihr bestelltes Elektrofahrzeug rechtzeitig zugelassen werden kann. Ihnen droht andernfalls ein kompletter oder teilweiser Verlust der Förderung.» Zirpel kritisierte außerdem eine geplante Deckelung der für 2023 und 2024 verbleibenden Haushaltsmittel. «Es entsteht eine Förderung nach dem Windhundprinzip, die das Gegenteil von Planungssicherheit bedeutet.»

Kein Nischenprodukt

Der ADAC kritisierte, deutsche Hersteller böten kaum günstige Fahrzeuge an und strichen Basismodelle aus dem Angebot. «Die Elektromobilität wird nur dann erfolgreich sein, wenn sie jedermann zugänglich ist und nicht etwa ein Nischenprodukt für Gutverdienende bleibt», sagte Schulze. «Unserem Eindruck nach sind Fahrzeuge aktuell überteuert. Hersteller sind aufgefordert, Kunden deutlich stärker entgegenzukommen und so auch die sinkende Förderung ein Stück weit zu kompensieren.» Das Risiko einer nicht mehr rechtzeitigen Auslieferung vor dem Jahreswechsel sei hoch. «Autokäufer laufen Gefahr, nicht mehr die volle Förderung zu erhalten, wenn das Fahrzeug erst im neuen Jahr zugelassen werden kann.»

© dpa
Weitere News
Top News
Fußball news
Fußball-WM: Abgezockte Niederländer bringen Kritiker zum Schweigen
Games news
Featured: Tomb-Raider-Spiele in der chronologischen Reihenfolge 
Tv & kino
Comedian: Kurt Krömer beendet frühzeitig Sendung mit Faisal Kawusi
People news
Adel: Prinzessin Kate zeigt sich mit Smaragd-Kette von Diana
Internet news & surftipps
Internet: Twitter sperrt Kanye West erneut
Reise
Gestörte Zugverbindungen: Bahnstreik in Frankreich bremst Verkehr nach Deutschland aus
Handy ratgeber & tests
Featured: Waagen-Apps für Apple Watch: Diese synchronisieren sich mit dem iPhone
Das beste netz deutschlands
Warntag: Ist Cell Broadcast auf Ihrem Smartphone aktiv?
Empfehlungen der Redaktion
Wirtschaft
Haushalt: Lindner will Kaufprämien für Elektroautos streichen
Wirtschaft
Auto-Importeure: Flaute auf Neuwagen-Markt hält an
Auto news
Kaufzurückhaltung: Auto-Importeure: Flaute auf Neuwagen-Markt hält an
Wirtschaft
Umwelt: Umweltverbände bemängeln EU-Entscheidung zum Verbrenner
Wirtschaft
Förderungen: Bundesregierung will Förderung von E-Autos senken
Auto news
Trendwende?: Nachfrage stagniert: Autos könnten wieder billiger werden
Wirtschaft
Konjunktur: Autoabsatz im Oktober weiter im Aufwärtstrend
Ausland
Covid-19: USA: Impfstoffe bekommen Notfallzulassung für kleine Kinder