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Matthäus über Kimmich-Vertrag: «Klares Zeichen an ihn»

Der FC Bayern hat offenbar sein Vertragsangebot an Joshua Kimmich zurückgezogen. Lothar Matthäus und weitere Ex-Bayern-Spieler äußern sich dazu.
Joshua Kimmich
Wie sieht die Zukunft von Joshua Kimmich aus? © Sven Hoppe/dpa

Fußball-Rekordnationalspieler Lothar Matthäus sieht in dem laut Medienberichten zurückgezogenen Vertragsangebot an Joshua Kimmich ein starkes Signal des FC Bayern München. Der Verein wolle Klarheit, sagte der TV-Experte dem Pay-TV-Sender Sky. Dennoch sei die Tür für Kimmich beim deutschen Rekordmeister nicht zugeschlagen. «Die Bayern wollen eine schnellstmögliche Entscheidung, weil sie planen müssen für die kommende Saison», sagte der 63-Jährige.

«Das ist ein Zeichen, dass sie kurzfristig auf eine Entscheidung von Kimmich warten. Das ist ein klares Zeichen an ihn», erklärte Matthäus. Nach Medienberichten hat der Tabellenführer der Fußball-Bundesliga sein Angebot an den 30-jährigen Kimmich für einen neuen Vertrag bis 2028 zurückgenommen. Der aktuelle Kontrakt des Kapitäns der deutschen Nationalmannschaft läuft am Saisonende aus.

Rummenigge und Helmer äußern sich auch

Ähnlich wie Matthäus urteilte auch Ex-Bayern-Profi Michael Rummenigge und riet Kimmich, bei den Bayern zu verlängern. «Er wäre gut beraten, beim FC Bayern zu bleiben», sagte der 61 Jahre alte Bruder von Ex-Bayern-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge. «Die Bayern sind da gnadenlos. Da ziehe ich den Hut vor dem Club. Man kann nicht alles mit sich machen lassen», befand er.

Eher überrascht hingegen reagierte der frühere Nationalspieler Thomas Helmer über die angeblich zurückgezogene Offerte an Kimmich. «Wenn Bayern was zurückzieht, in Zeiten, wo sie gerade mit (Jamal) Musiala, mit (Alphonso) Davies alles in trockene Tücher bekommen haben, das wundert mich schon sehr. Das hätte ich nicht gedacht», sagte der Europameister von 1996. Er glaube aber nicht, dass es für Kimmich in den Vertragsverhandlungen um finanzielle Aspekte gehe. «So schätze ich ihn nicht ein», sagte der 59-Jährige.

© dpa
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