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Sparsame Verbraucher: Nahrungsmittelriese Nestlé schrumpft

Der weltgrößte Lebensmittelkonzern kämpft mit einer schwachen Nachfrage. Viele Menschen halten sich wegen gestiegener Preise bei Markenartikeln zurück. Nun will der Maggi-Hersteller sparen.
Schweizer Lebensmittelkonzern Nestle
Dem Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé machen gestiegene Preise zu schaffen (Archivbild) © Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa

Der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern Nestlé will nach einem Gewinnrückgang 2024 beim Einkauf sparen und in wichtige Marken investieren - darunter für Kaffee und Tierfutter. Das kündigte der neue Vorstandschef Laurent Freixe im schweizerischen Vevey an. Als Beispiele nannte er neue Nespresso-Produkte oder Luxusfutter für Katzen. Für Nestlé interessante Wachstumsbereiche seien zudem das Geschäft mit dem Abnehmen und Frauengesundheit.

Wie andere Konsumgüterhersteller hat Nestlé in den vergangenen Jahre die Preise erhöht, um gestiegene Rohstoffkosten an Kunden weiterzureichen. Doch angesichts der Inflation setzen Verbraucher vermehrt auf günstige Eigenmarken von Einzelhändlern oder kaufen beim Discounter. Damit wird es für den Produzenten von Marken wie Kitkat, Maggi und Nespresso schwerer, gestiegene Kosten weiterzugeben.

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Kommen kleinere Verpackungsgrößen?

Deutschland-Chef Alexander von Maillot sagte in Frankfurt, er erwarte weiter hohen Kostendruck etwa bei Kaffee und Kakao. Man wolle unverändert nicht alle Preissteigerungen an Kunden weitergeben. Er kündigte höhere Investitionen in Werbung an. Kleinere Verpackungsmengen wie bei Konkurrenten, um Preissteigerungen aufzufangen, schloss er nicht aus.

Preisdruck macht Nestlé zu schaffen

Im vergangenen Jahr kämpfte Nestlé mit einer schwachen Nachfrage, hohen Kosten und dem starken Franken. Der weltweite Umsatz fiel gemessen am Vorjahr um 1,8 Prozent auf 91,4 Milliarden Franken (96,5 Mrd. Euro). Unter dem Strich sank der Gewinn um 2,9 Prozent auf 10,9 Milliarden Franken.

Nestlé-Chef Freixe hatte bereits im November Einsparungen von rund 2,5 Milliarden Franken bis Ende 2027 angekündigt, um höhere Investitionen ins Marketing zu finanzieren. Im Einkauf sieht Freixe einen großen Hebel. Zudem plant Nestlé Effizienzsteigerungen. Ob es in dem Zug zu Stellenstreichungen kommt, blieb unklar.

© dpa
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