Das Wichtigste in Kürze
Grundlagen zum WhatsApp-Datenschutz
WhatsApp gehört seit 2014 zu Meta (ehemals Facebook) und wird weltweit von über 2 Milliarden Menschen genutzt. Viele Nutzer:innen haben jedoch Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes. Die gute Nachricht: Seit 2016 sind alle Nachrichten und Anrufe bei WhatsApp automatisch durch eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt. Das bedeutet, dass nur Deine Chatpartner:innen und Du Nachrichten lesen und Anrufe hören könnt – WhatsApp hat keinen Zugriff auf die Inhalte.
In der Europäischen Union unterliegt WhatsApp zudem dem Digital Services Act (DSA). Mit über 45 Millionen aktiven Nutzer:innen in der EU gilt der Dienst als „Very Large Online Platform” (VLOP) und muss daher strenge Datenschutzrichtlinien einhalten. Dazu gehört die Einschränkung zielgerichteter Werbung, insbesondere für Minderjährige, sowie die Verpflichtung, illegale Inhalte zu entfernen.
Welche Daten sammelt WhatsApp?
WhatsApp erhebt verschiedene Arten von Daten, um seine Dienste bereitzustellen und zu verbessern. Dazu gehören:
• Kontaktdaten: Deine Telefonnummer und die Deiner gespeicherten Kontakte
• Nutzungsdaten: Informationen darüber, wie Du den Dienst nutzt, zum Beispiel Interaktionen mit anderen Nutzer:innen
• Geräteinformationen: Details zu Deinem Smartphone wie Modell, Betriebssystem und IP-Adresse
Nachrichteninhalte sind wie beschrieben durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt – weder WhatsApp noch Dritte können sie mitlesen. Doch WhatsApp speichert sogenannte Metadaten wie Zeitpunkt und Dauer einer Kommunikation. Diese Daten sammelt WhatsApp und nutzt sie zu Analysezwecken. Auch Meta, das Unternehmen hinter WhatsApp, hat Zugriff auf diese Daten, die vor allem für gezielte Werbemaßnahmen wichtig sind.
WhatsApp: Fett, kursiv oder durchgestrichen schreiben – so formatierst Du Text
Besonders kritisch sehen Datenschützer:innen, dass WhatsApp Zugriff auf Dein Adressbuch erhält. Dadurch bekommt der Meta-Konzern auch Informationen über Personen, die WhatsApp möglicherweise gar nicht nutzen und keine Einwilligung gegeben haben.
Tipps für die Datenschutz-Einstellungen bei WhatsApp
• Überprüfe Deine Datenschutz-Einstellungen: Gehe in die WhatsApp-Einstellungen und passe unter „Datenschutz” an, wer Dein Profilbild, Deinen Status und Deine „Zuletzt online”-Information sehen kann.
• Deaktiviere die automatische Speicherung von Medien: Unter „Einstellungen | Chats” kannst Du verhindern, dass Bilder und Videos automatisch in Deiner Galerie gespeichert werden.
• Nutze die Zwei-Faktor-Authentifizierung: Diese zusätzliche Sicherheitsebene schützt Dein Konto vor unbefugtem Zugriff. Sie verlangt eine PIN, wenn Deine Telefonnummer erneut bei WhatsApp registriert wird. Du findest die Option unter „Einstellungen | Konto | Verifizierung in zwei Schritten”.
• Überprüfe regelmäßig verbundene Geräte: Unter „Einstellungen | Verknüpfte Geräte” solltest Du regelmäßig kontrollieren, welche Geräte Zugriff auf Dein Konto haben.
• Selbstlöschende Nachrichten: Stelle sicher, dass Nachrichten nach einer bestimmten Zeitspanne gelöscht werden. Lies bei uns, wie Du selbstlöschende Nachrichten für jeden Chat separat aktivierst.
• Einmalansicht für Medien: Ist diese Funktion aktiv, werden von Dir verschickte Bilder oder Videos gelöscht, sobald sie einmal angesehen wurden. Bei uns erfährst Du alles zur Einmalansicht von Medien in WhatsApp.
• Bewusstes Teilen: Sei vorsichtig mit Informationen, die Du in Gruppen teilst. In Gruppenchats lesen viele Personen Deine Nachrichten. Pass deshalb auf, dass Du nicht die Kontrolle über Deine geteilte Daten verlierst.
• Moderationsrechte: Wenn Du eine Gruppe erstellst, weise auf die Möglichkeit hin, Moderationsrechte zu vergeben. So könnt Ihr gemeinsam Spam und unerwünschte Inhalte reduzieren.
• Updates installieren: Stelle sicher, dass Du immer die neueste Version von WhatsApp nutzt. Updates enthalten Sicherheitsverbesserungen, die Dich schützen können.
Dieser Artikel WhatsApp: Datenschutz – das solltest Du dazu wissen kommt von Featured!