Nokia X20 im Test: Nachhaltiges Smartphone aus Finnland

Der finnische Hersteller HMD Global möchte mit dem Nokia X20 das Thema Nachhaltigkeit in den Vordergrund stellen. Gleichzeitig soll das 319 Euro (UVP) teure Mittelklasse-Smartphone für den Kunden keine Nachteile in puncto Ausstattung und Bedienung bringen. Wir haben das Smartphone mit schnellem 5G-Internet, vier Kameras und 6,67-Zoll-Display getestet.

Ein Vodafone-Tarif, der gut zum Nokia X20 passt, ist der Tarif CallYa Digital. Hier bekommt man für 20 Euro für vier Wochen Laufzeit eine All-Net-Flat für Telefonate und SMS innerhalb Deutschlands sowie 15 Gigabyte (GB) Highspeed-Datenvolumen.

Gehäuse

Das Nokia X20 liegt aufgrund der angerauten Plastikrückseite gut in der Hand. Anders als das Outdoor-Schwestermodell Nokia XR20 ist das 169 x 80 x 9,1 Millimeter große Gehäuse aber weder kratzfest noch wasserdicht. Auch das hohe Gewicht von 220 Gramm ist ein Minuspunkt. Positiv zu bewerten ist dagegen die dem Nokia X20 beiliegende Schutzhülle, die aus einem kompostierbaren Material gefertigt ist.

Display

Entsperren kann man das Android-Smartphone mit dem im An/Aus-Knopf integrierten Fingerabdrucksensor oder per Gesichtserkennung. Der Bildschirm des Nokia X20 ist 6,67 Zoll groß und verfügt über die LCD-Technik, d.h. er hat matte Farben, aber dafür auch eine hohe Blickwinkelstabilität. Immerhin beträgt die Auflösung 2.400 x 1.080 Bildpunkte, so dass die Pixeldichte bei 395 ppi liegt.

Prozessor

Als Prozessor kommt im Nokia X20 ein zwei Gigahertz schneller Qualcomm Snapdragon 480 5G zum Einsatz, den HMD Global auch im Nokia XR20 verbaut. Diese CPU reicht zwar für eine gute Performance im Alltagsbetrieb, aber in den Benchmark-Tests schneidet das Mittelklasse-Smartphone nicht sonderlich gut ab. So stehen im Browsermark-3.0-Test lediglich 255 Zähler zu Buche.

Speicher

Der 128 GB große interne Speicher des Nokia X20 ist völlig ausreichend dimensioniert und kann mit einer Speicherkarte erweitert werden. Darüber hinaus hat das Nokia X20 acht GB Arbeitsspeicher unter der Haube – auch das ist für diese Preisklasse relativ viel.

Software

Der Gedanke der Nachhaltigkeit findet sich auch bei der Software wieder. So soll das Mittelklasse-Smartphone laut Hersteller garantiert drei Jahre lang Android- und Sicherheits-Updates erhalten, d.h. man kann das Nokia X20 weitaus länger nutzen als der Durchschnitts-Deutsche (circa 18 Monate). Beim Kauf gibt es zudem die Möglichkeit 50 Bäume zu spenden.

Akku

Ein USB-C-Netzteil wurde bewusst nicht mitgeliefert, um Elektroschrott zu vermeiden. Der Akku ist leider fest verbaut und misst nur 4.470 Milli-Ampèrestunden (mAh). Andererseits kann er kabellos geladen werden. In unserem Praxistest hält der Energiespeicher rund 32 Stunden durch – das können andere Modelle in dieser Preisklasse besser.

Kameras

Die Kamera-Objektive werden vom deutschen Unternehmen Zeiss zugeliefert. Dabei sticht die Hauptkamera des Nokia X20 hervor, die 4K-Videos drehen kann und mit einer maximalen Auflösung von 64 Megapixeln (MP) gerade bei Tage gute Fotos schießt. Dabei werden standardmäßig vier Pixel zu einem zusammengefügt, um mehr Schärfe zu gewinnen:

TAGAUFNAHME

Die Hauptkamera des Nokia X20 schießt bis auf ein paar kleinere Unschärfen gute Fotos bei Tage
 © Tom MeyerDie Hauptkamera des Nokia X20 schießt bis auf ein paar kleinere Unschärfen gute Fotos bei Tage © Tom Meyer

Dank LED-Blitzlicht kann man mit der Hauptkamera des Nokia X20 auch in der Dunkelheit fotografieren, doch manchmal sind die Bilder ziemlich unscharf:

NACHTAUFNAHME

Nachtaufnahmen des Nokia X20 sind mitunter recht unscharf
 © Tom MeyerNachtaufnahmen des Nokia X20 sind mitunter recht unscharf © Tom Meyer

Die Fünf-MP-Ultraweitwinkel-Linse des Nokia X20 produziert dunkle und nicht wirklich scharfe Bilder:

ULTRAWEITWINKEL-AUFNAHME

Ultraweitwinkel-Bilder des Nokia X20 haben Verzerrungen am Bildrand
 © Tom MeyerUltraweitwinkel-Bilder des Nokia X20 haben Verzerrungen am Bildrand © Tom Meyer

Die Zwei-MP-Makro-Linse ist leider kaum zu gebrauchen. Mit Hilfe der Zwei-MP-Tiefenkamera schießt das Nokia X20 jedoch qualitativ gute Bokeh-Aufnahmen:

BOKEH-AUFNAHME

Im Porträt-Modus schießt das Nokia X20 schön scharfe Bokeh-Bilder
 © Tom MeyerIm Porträt-Modus schießt das Nokia X20 schön scharfe Bokeh-Bilder © Tom Meyer

Die 32-MP-Frontkamera des Nokia X20 kann Full-HD-Videos drehen und punktet mit scharfen Fotos:

SELFIE TAG

Die Farben sind bei Tag-Selfies des Nokia X20 gut getroffen
 © Tom MeyerDie Farben sind bei Tag-Selfies des Nokia X20 gut getroffen © Tom Meyer

Bei Nacht-Selfies hingegen macht sich das schwache Display-Fotolicht des Nokia X20 negativ bemerkbar.

SELFIE NACHT

Die Frontkamera des Nokia X20 kann im Dunklen nur wenig ausrichten
 © Tom MeyerDie Frontkamera des Nokia X20 kann im Dunklen nur wenig ausrichten © Tom Meyer

Sound

Der Sound des Nokia X20 kann nicht überzeugen. Der Klang des Mono-Lautsprechers ist höhenbetont, was vor allem bei maximaler Lautstärke stärker hervortritt. Eine Audio-Buchse ist zwar vorhanden, doch ein Stereo-Headset wird nicht mitgeliefert.

Konnektivität

Das Nokia X20 verfügt über Bluetooth 5.0, NFC, 5G, LTE und den schnellen WLAN-Standard ac. Im 5G-Netz von Vodafone in Düsseldorf erzielt das finnische Smartphone 326 MBit/s im Download und 71 MBit/s im Upload. Im 4G-Netz von Vodafone stehen 313 MBit/s im Download und 54 MBit/s im Upload zu Buche – das sind allesamt gute Werte.

Sprach- und Empfangsqualität

Das Nokia X20 verfügt über eine Nokia-typische sehr gute Sprach- und Empfangsqualität. Features wie Voice over LTE und Voice over WiFi werden von dem Mittelklasse-Smartphone unterstützt.

Fazit

Das Nokia X20 kostet faire 319 Euro (UVP) und verfolgt löblicherweise einen nachhaltigen Ansatz. Auch die lange Akkulaufzeit, der große interne und Arbeitsspeicher sowie die solide Verarbeitung sprechen für das Mittelklasse-Smartphone aus Finnland.

Die Haupt- und Frontkamera des Nokia X20 machen einen guten Eindruck, doch die anderen Objektive können qualitativ nicht mithalten. Der Sound ist recht höhenbetont und der Prozessor könnte gern schneller aus dem Quark kommen. Die Display-Auflösung ist für diese Preisklasse okay, doch die Farben des Bildschirms wirken matt.

© Tom Meyer
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