Nokia G21 im Test: Einsteiger-Smartphone mit Update-Garantie

05.07.2022 Der finnische Hersteller HMD Global bringt mit dem Nokia G21 ein nur 189,99 Euro (UVP) teures Einsteiger-Smartphone auf den Markt, das dank seiner mehrjährigen Update-Garantie dem Besitzer besonders lange Freude machen soll. Wir haben das robuste Smartphone, zu dessen Highlights auch ein flimmerfreies 90-Hertz-Display und ein großer 5.050-Milli-Ampèrestunden Akku gehören, unter die Lupe genommen.

Ein Vodafone-Tarif, der gut zum Nokia G21 passt, ist der Tarif CallYa Allnet Flat S. Hier bekommt man für 9,99 Euro für vier Wochen Laufzeit eine All-Net-Flat für Telefonate und SMS innerhalb Deutschlands sowie drei Gigabyte (GB) Highspeed-Datenvolumen im Vodafone-4G-Netz.

Gehäuse

Das Nokia G21 liegt aufgrund seiner angerauten Plastikrückseite gut in der Hand und kommt auf glatten Oberflächen nicht ins Rutschen. Außerdem vermittelt es einen ziemlich robusten Eindruck. Da ist es auch nicht so schlimm, dass HMD Global dem 164,6 x 75,9 x 8,5 Millimeter großen und 190 Gramm schweren Einsteiger-Smartphone keine Schutzhülle beigelegt hat.

Display

Entsperren kann man das Android-Smartphone mit dem im An/Aus-Knopf integrierten Fingerabdrucksensor oder per Gesichtserkennung. Der LCD-Bildschirm des Nokia G21 ist 6,5 Zoll groß und bietet eine hohe Blickwinkelstabilität, doch die Auflösung ist mit 1.600 x 720 Bildpunkte gering. Auch die Farbdarstellung des Nokia G21 lässt zu wünschen übrig.

Prozessor

Als Prozessor kommt im Nokia G21 ein Unisoc T606 zum Einsatz. Mit einer Taktung von nur 1,6 Gigahertz ist das ein eher lahmer Geselle, der aber im Normalbetrieb selten zu Aussetzern neigt. Anders sieht es schon bei einfachen Spielen wie Dream League Soccer aus. In den Benchmark-Tests erreicht das Nokia G21 Werte, die für Einsteiger-Smartphones typisch niedrig sind. So stehen im Browsermark-3.0-Test lediglich 178,77 Zähler zu Buche.

Speicher

Der interne Speicher des Nokia G21 ist mit 128 GB erfreulich groß dimensioniert und kann mit einer Speicherkarte um bis zu 512 GB erweitert werden. Der Arbeitsspeicher misst hingegen schmalbrüstige vier GB – das ist selbst in der Einsteigerklasse wenig.

Software

Die Update-Garantie ist, wie oben beschrieben, das Pfund, mit dem das Nokia G21 wuchern möchte. So soll das Einsteiger-Smartphone laut Hersteller garantiert drei Jahre lang Sicherheits-Updates erhalten. Außerdem wird es mindestens zwei Jahre lang mit Android-Updates versorgt. Damit ist das Nokia G21 das Smartphone in der Klasse bis 200 Euro, das die längste Update-Garantie bietet.

Akku

Der Akku des Nokia G21 ist fest verbaut und misst stattliche 5.000 Milli-Ampèrestunden (mAh). In unserem Praxistest hält der Energiespeicher rund 48 Stunden durch – das ist ein sehr guter Wert. Nicht gefällt uns, dass HMD Global aus Kostengründen nur ein Zehn-Watt-Netzteil beilegt, denn eigentlich ist das Nokia G21 auch für schnellere 18-Watt-Netzteile ausgelegt.

Kameras

Das Kamera-System des Nokia G21 ist ein wenig merkwürdig zusammengestellt. So gibt es zwar eine Hauptkamera mit einer maximalen Auflösung von 50 Megapixeln (MP), aber keine Ultraweitwinkel-Kamera. Komplettiert wird das Trio auf der Rückseite des Nokia G21 durch eine Makro- und Tele-Kamera mit jeweils zwei MP.

Die Hauptkamera schießt gerade bei Tage gute Fotos. Dabei werden standardmäßig vier Pixel zu einem zusammengefügt, um mehr Schärfe zu gewinnen:

TAGAUFNAHME

Die Hauptkamera des Nokia G21 hinterlässt einen tadellosen Eindruck
 © Tom MeyerDie Hauptkamera des Nokia G21 hinterlässt einen tadellosen Eindruck © Tom Meyer

Dank LED-Blitzlicht kann man mit der Hauptkamera des Nokia G21 auch in der Dunkelheit einigermaßen unfallfrei fotografieren:

NACHTAUFNAHME

Nachtaufnahmen des Nokia G21 sind im Detail etwas unscharf
 © Tom MeyerNachtaufnahmen des Nokia G21 sind im Detail etwas unscharf © Tom Meyer

Die Zwei-MP-Makro-Linse ist leider in der Praxis kaum zu gebrauchen. Mit Hilfe der Zwei-MP-Tiefenkamera produziert das Nokia G21 jedoch ordentliche Bokeh-Aufnahmen:

BOKEH-AUFNAHME

Im Porträt-Modus schießt das Nokia G21 Bokeh-Bilder mit nicht allzu ausgeprägtem Bokeh-Effekt
 © Tom MeyerIm Porträt-Modus schießt das Nokia G21 Bokeh-Bilder mit nicht allzu ausgeprägtem Bokeh-Effekt © Tom Meyer

Die Frontkamera des Nokia G21 löst mit nur acht MP auf. Entsprechend sind Selfies leicht pixelig:

SELFIE TAG

Die Farben sind bei Tag-Selfies des Nokia G21 ein wenig matt
 © Tom MeyerDie Farben sind bei Tag-Selfies des Nokia G21 ein wenig matt © Tom Meyer

Bei Nacht-Selfies greift das Einsteiger-Smartphone auf ein nicht allzu starkes Display-Fotolicht zurück:

SELFIE NACHT

Die Frontkamera des Nokia G21 kann im Dunklen nur das Zentrum des Bildes ausleuchten
 © Tom MeyerDie Frontkamera des Nokia G21 kann im Dunklen nur das Zentrum des Bildes ausleuchten © Tom Meyer

Sound

Der Klang des Mono-Lautsprechers ist höhenbetont und tendiert bei maximaler Lautstärke deutlich zum Scheppern. Eine 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse ist erfreulicherweise vorhanden, doch ein Stereo-Headset wird nicht mitgeliefert. Die Ausgabequalität der Audio-Buchse geht für diese Preisklasse in Ordnung.

Konnektivität

Das Nokia G21 verfügt über Bluetooth 5.0, NFC und den schnellen WLAN-Standard ac, nur eben leider nicht über eine schnelle 5G-Internet-Schnittstelle. Das bleibt dem teureren Nokia G50 vorbehalten. Dass man nur im 4G-Netz von Vodafone surfen kann, ist indes kein Beinbruch, denn hier stehen 95 MBit/s im Download und 41 MBit/s im Upload zu Buche – das sind keine berauschenden, aber ausreichende Werte.

Sprach- und Empfangsqualität

Das Nokia G21 hat eine sehr gute Sprach- und Empfangsqualität, wie man sie von einem Smartphone aus Finnland traditionell erwarten kann. Selbst in Gebäuden und Tunneln reißt der Empfang des Androiden niemals ab.

Fazit

Das Nokia G21 kostet nur 189,99 Euro (UVP) und bietet die längste Update-Garantie in der Einsteigerklasse bis 200 Euro. Auch die lange Akkulaufzeit, der große interne Speicher sowie die robuste Verarbeitung sprechen für das günstige Smartphone aus Finnland.

Die Hauptkamera des Nokia G21 hinterlässt einen guten Eindruck, doch die anderen Objektive fallen qualitativ deutlich ab. Auch Prozessor, Display und Sound sind keine Offenbarung.

© Tom Meyer

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