Für mehr Klimaschutz: Diese Smartphones sind nachhaltig

Im ägyptischen Scharm el-Scheich findet gerade die UN-Weltklimakonferenz statt, wo die großen Linien für die Rettung des Weltklimas bestimmt werden sollen. Doch auch im Kleinen ist für jeden von uns Umweltschutz möglich, z.B. bei der Wahl des Smartphones.

Etwas Gutes haben die Corona- und Energiekrise doch gebracht. Aufgrund wirtschaftlicher Zwänge können sich viele Menschen nicht mehr so oft ein neues Smartphone leisten. Lag die Nutzungsdauer pro Smartphone 2019 in Europa noch bei erschreckenden 18 Monaten, behalten die Europäer ihr Smartphone laut Studie des Kreditversicherers Euler Hermes mittlerweile im Schnitt 40 Monate lang.

Das ist sinnvoll, denn moderne Smartphones sind dafür konzipiert im Schnitt fünf Jahre zu halten. Die EU will aber noch einen Schritt weiter gehen und das EU-weite Recht auf Reparatur durchsetzen, d.h. die Hersteller sollen verpflichtet werden für mehrere Jahre Ersatzteile für ihre Smartphones vorzuhalten. Der Verband Digital Europa stemmt sich allerdings gegen die Pläne der EU-Kommission. Dem Branchenverband gehören unter anderen Apple, Google und Samsung an.

Lange Update-Versorgung

Man kann einerseits die EU verstehen, denn durch das Recht auf Reparatur könnten pro Jahr EU-weit geschätzte 6,2 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Andererseits muss man gerade für Apple, Google und Samsung Verständnis aufbringen, denn diese drei Hersteller tun mit langen Update-Garantien bereits einiges für das Klima.

Die beste Hardware nützt ja nichts, wenn die Software nicht auf dem neuesten Stand ist. Die längste Versorgung mit Software-Updates gewährt immer noch Apple für seine iPhones mit durchschnittlich sechs Jahren. Damit stand der Konzern aus Cupertino lange Zeit allein da, doch der Konkurrent Samsung verspricht zumindest für seine neueste Galaxy-Generation eine Update-Versorgung von fünf Jahren.

Google erreicht mit seinen Pixel-Smartphones mittlerweile auch schon beachtliche vier Jahre. Darüber hinaus hat Google mit Android One ein Programm geschaffen, an dem Hersteller teilnehmen können, deren Smartphones auf einem reinen Android-Betriebssystem ohne eigene Benutzeroberfläche laufen und bevorzugt Updates erhalten. Dazu gehören z.B. das Motorola Moto G Pro sowie fast alle aktuellen Nokia-Geräte.

Mieten statt kaufen

A propos Nokia: Die Marke, die mittlerweile zum finnischen Unternehmen HMD Global gehört, ist bekannt für ihre umweltfreundlichen Smartphones. Das neueste Beispiel dafür ist das Nokia X30 5G. Das Mittelklasse-Smartphone setzt auf recycelte Materialien und kann gemietet statt gekauft werden.

Beim Kauf schlägt das Nokia X30 5G mit 520 Euro zu Buche. Alternativ kann man es für 25 Euro pro Monat mieten. Geht das Handy verloren oder wird es aus Versehen beschädigt, soll laut Hersteller innerhalb kurzer Zeit ein Ersatzgerät zur Verfügung gestellt werden.

Das Beste ist, dass es bei diesem Abo-Modell keine feste Laufzeit gibt. Nur die Kündigungsfrist ist mit drei Monaten relativ lang. Wird ein Nokia X30 5G vom Kunden zurückgegeben, geht es an einen anderen Abonnenten. Später sollen alte Geräte laut HMD Global entweder recycelt oder für wohltätige Zwecken gespendet werden.

Das Nokia X30 5G bietet eine typische Mittelklasse-Ausstattung. Es wird von einem Qualcomm Snapdragon 695 5G angetrieben und der AMOLED-Bildschirm hat eine Diagonale von 6,43 Zoll. Der Arbeitsspeicher ist acht Gigabyte (GB) groß, während der interne Speicher stattliche 256 GB misst.

Auf der Rückseite des Nokia X30 5G liegen eine Hauptkamera mit 50 Megapixeln (MP) sowie eine Ultraweitwinkel-Linse mit 13 MP Auflösung. Die Frontkamera löst mit 16 MP auf. Das 185 Gramm schwere Smartphone aus Finnland hat eine Akkukapazität von nur 4.200 Milli-Ampèrestunden (mAh). Trotzdem soll es laut Hersteller zwei Tage mit einer Ladung durchhalten.

Fair produziertes Smartphone

Noch einen Schritt weiter geht das Fairphone 4, das nach Angaben des niederländischen Herstellers – nomen est omen – fair produziert wird, d.h. es kommen nur Materialien zum Einsatz, die unter menschenwürdigen Bedingungen, zu fairen Preisen und unter Einhaltung hoher Umweltstandards gewonnen werden. Gold, Aluminium, seltene Erden und Kunststoffe stammen aus nachhaltigen Quellen. Laut Angaben des niederländischen Herstellers wurden 2020 rund 56% der Materialien nachhaltig beschafft.

Darüber hinaus ist die Konzeption des Fairphone 4 ganz auf Klimaschutz ausgelegt. Geliefert wird das Handy ohne USB-Kabel und Netzteil. Die Kunden sollen ihre alte technische Ausstattung am besten weiternutzen, denn das ist am besten für die Umwelt.

Eine Stärke des Fairphone 4 ist zudem die einfache Reparierbarkeit vieler Komponenten. Den Akku kann man manuell auswechseln. Bauteile wie das Display kann man mit einem Kreuz-Schraubendreher ausbauen und das neue Display-Modul bei Fairphone für 80 Euro bestellen. Fairphone hat sogar Anleitungen auf YouTube veröffentlicht, damit Kunden ihr Gerät möglichst lange nutzen können.

Für 579 Euro (UVP) bietet das Fairphone 4 eine typische Mittelklasse-Ausstattung. Das 6,3 Zoll große IPS-Display hat eine Auflösung von 2.340 x 1.080 Pixeln. Als Prozessor kommt ein Qualcomm Snapdragon 870 zum Einsatz.

Der interne Speicher des Fairphone 4 misst 128 GB und der Arbeitsspeicher sechs GB. Für 649 Euro (UVP) bekommt man eine Variante mit 256 GB internem Speicher und acht GB Arbeitsspeicher. Beide Versionen des Fairphone 4 können microSD-Speicherkarten mit bis zu zwei Terrabyte (TB) Kapazität aufnehmen.

Der Akku misst lediglich 3.905 mAh und hält im Normalbetrieb ungefähr 24 Stunden durch. Dafür ist das Fairphone 4 in puncto Kameras gut ausgestattet. Die Haupt- und Ultraweitwinkel-Kamera lösen mit jeweils 48 MP auf. Die Frontkamera hat auch immerhin 25 MP zu bieten.

© Tom Meyer
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