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Internet-Mobbing: Die Schattenseite des WWW

Instagram – das ist die Facebook-Plattform für schöne oder abgefahrene Bilder, die sich vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen großer Beliebtheit erfreut. Doch wer denkt, bei Instagram gehe es gediegener zu als bei Facebook, täuscht sich. Passionierte Internet-Mobber machen sich auch die Foto-Plattform zu Nutzen.
Maedchen_mit_Smartphone_Luke_Porter_unsplash
Facebook_auf_PC_und_Smartphone_Austin-Distel_unsplash
Instagram-reifes_Foto_Natalya_Letunova_unsplash

Akne 2.0

Man kennt das noch aus der eigenen Jugend: Selbstzweifel plagen einen, weil das Gesicht von Akne übersät ist oder eine Zahnspange jedes Lächeln im Keim erstickt. Man nimmt sich Häme sehr zu Herzen, lernt aber daraus und reift zu einer starken erwachsenen Persönlichkeit, die den Nörglern den entlarvenden Spiegel vorhält.

Die Probleme der Jugendlichen von heute ähneln denen früherer Generationen, nur werden sie durch die Digitalisierung multipliziert. Egal, wo ein Foto im Netz kursiert, Mobber finden immer einen Weg Menschen fertig zu machen und leider machen erstaunlich viele mit, die man eigentlich zu seinen Freunden gezählt hat.

Likes abgeschafft, Influencer erbost

Die Facebook-Plattform Instagram hat nun die Reißleine gezogen und sich dazu entschlossen Likes abzuschaffen, denn immer mehr Jugendliche machten es sich zum Sport die Anzahl der Likes zu vergleichen. Wer bei diesem virtuellen Schwanzvergleich den Kürzeren zieht, wird von den anderen gern fertig gemacht. Ein Grund für die Maßnahme sei den Menschen zu helfen sich auf die Fotos und Videos zu konzentrieren, die sie teilten, und nicht darauf, wie viele Likes sie dafür bekämen, so das Unternehmen in der offiziellen Begründung.

Was Eltern erfreut, ist für sogenannte Influencer eine mittlere Katastrophe, denn sie sind oft darauf angewiesen potenziellen Geschäftspartnern ihre Reichweite zu demonstrieren – und das ging bislang durch das Zählen der Likes. Für diese besondere Zielgruppe will sich Instagram eine Lösung einfallen lassen.

Einfache Verhaltensregeln bieten Schutz

Mein Mitleid für die Influencer hält sich indes in Grenzen. Vielmehr möchte ich an Sie appellieren sich um die wahren Opfer der Internet-Mobber zu kümmern. Ein paar simple Verhaltensregeln verhelfen schon zu ein wenig mehr Seelenheil und das dürfen Sie gern weitersagen.

So ist es zunächst einmal ganz wichtig die Nutzung sozialer Medien zeitlich nicht ausarten zu lassen. Wer viel auf Instagram, Facebook oder in WhatsApp-Gruppen postet, ist auch eher Opfer von Mobbing-Attacken. Auch wenn es schwerfällt, ist eine selbst gesetzte tägliche Obergrenze eine Option.

Was tun bei Stalking?

Zweite wichtige Maßnahme: Die virtuellen Freunde oder Follower sollten einem persönlich bekannt sein. In der Anonymität des Internet pöbelt es sich nun mal leichter als von Angesicht zu Angesicht. Wem man persönlich gegenübertritt, der gibt viel schneller klein bei. Wenn das Gegenüber unbelehrbar bleibt, sollte man die Person aus seinem virtuellen und am besten auch gleich aus seinem realen Freundeskreis entfernen.

Dritte überlegenswerte Maßnahme: Speziell Facebook-Nutzer sollten Seiten nicht mehr abonnieren, wo die Administratoren nicht oder nicht ausreichend gegen Hass und Hetze vorgehen. Bei Stalking oder Bedrohung sollte man zudem immer alles sauber dokumentieren. Der PC bietet genauso wie das Smartphone oder Tablet eine Screenshot-Funktion an. Diese Screenshots sind für die Polizei und später die Staatsanwaltschaft Gold wert und können für die Internet-Pöbler richtig teuer werden. Mehrere Hundert Euro Geldstrafe sind keine Seltenheit.

Das reale Leben bietet so viel

Wer soziale Medien sinnvoll nutzt und Internet-Mobbern konsequent die Stirn bietet, hat mehr Zeit und Sinn für die schönen Dinge des realen Lebens: Freunde treffen, Zeit mit der Familie verbringen, mal wieder ein gutes Buch lesen. Dafür gibt es zwar keine Likes, sondern das eine oder andere glückliche Lächeln – und diese Währung ist doch so viel mehr wert…

© Tom Meyer
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