iOS 16: Diese Neuerungen landen im Herbst 2022 auf Deinem iPhone

23.06.2022

iOS 16: Diese Neuerungen landen im Herbst 2022 auf Deinem iPhone © picture alliance / Photoshot |

iOS 16 ist offiziell: Apple hat das kommende iPhone-Update während der Entwicklermesse WWDC im Juni 2022 offiziell vorgestellt. Doch welche Features bringt die neue Version des Betriebssystems mit? Wir fassen für Dich zusammen, welche Neuerungen mit iOS 16 für Dein iPhone erscheinen sollen.

Release: Wann erscheint iOS 16?

Üblicherweise stellt Apple die neuen Versionen seiner Betriebssysteme im Rahmen der „Worldwide Developers Conference” (WWDC) vor. Das war auch in diesem Jahr wieder der Fall: Während der WWDC 2022 hat Apple einen ersten Einblick in iOS 16 gegeben.

Der Rollout startet voraussichtlich mit dem Release der neuen iPhone-Modelle, also im Herbst 2022. Vermutlich können wir im September 2022 das große iPhone-Update auf unseren Geräten installieren. Die Nachfolger von iPhone 13 und Co. haben iOS 16 voraussichtlich bereits ab Werk installiert.

iPhone-Update 2022: Diese Neuerungen bringt iOS 16 mit

Apple verbessert den Sperrbildschirm

Zu den großen Neuerungen von iOS 16 zählt der Sperrbildschirm: Zukünftig kannst Du das Hintergrundbild zum Beispiel mit Farbfiltern versehen. Die Beta 2 von iOS 16 etwa ermöglicht das Einfärben durch entsprechende Filter, die Du über ein Bild legen kannst. Auch das einfache Zuschneiden von gewünschten Bildern ist nun möglich.

Außerdem kannst Du nun Sperrbildschirme intuitiv löschen, indem Du nach oben wischst. Dann erscheint ein kleines Mülleimer-Icon.

Der Sperrbildschirm unterstützt ab iOS 16 auch animierte Hintergründe und Widgets. Außerdem kannst Du Farbe, Größe und Schriftart der Uhrzeit anpassen.

Laut Apple soll es sogar möglich sein, mehrere Sperrbildschirme zu erstellen und diese mithilfe der Funktion „Fokus” zu verwalten. Hast Du also zum Beispiel gerade den Modus „Arbeit” eingeschaltet, zeigt Dein iPhone Dir den dazu passenden Sperrbildschirm an.

Damit Benachrichtigungen keine Elemente auf dem von Dir gestalteten Sperrbildschirm überdecken, blendet das iPhone sie Dir ab iOS 16 am unteren Bildschirmrand ein.

Neue Features für iMessage

Auch iMessage wird unter iOS 16 mit diversen Neuerungen versehen: So kannst Du Mitteilungen nicht nur nachträglich bearbeiten – sondern wie bei WhatsApp sogar zurückrufen. Dazu hast Du mit dem iPhone 15 Minuten lang Zeit. Außerdem kannst Du gelöschte Nachrichten wiederherstellen.

Praktisch ist außerdem, dass iOS geänderte Nachrichten in iMessage durch ein kleines „Bearbeitet” kennzeichnet. Mit der zweiten Betaversion von iOS 16 scheint dieses Feature nun auch mit älteren iOS-Versionen zu funktionieren. In einem solchen Fall sendet iMeassage die bearbeitete Nachricht ein zweites Mal.

Auch „SharePlay” kannst Du zukünftig mit iMessage nutzen: Bislang ist die Funktion noch auf FaceTime beschränkt. SharePlay ermöglicht es Nutzer:innen, gemeinsam Medien auf iPhone, iPad oder Apple TV zu erleben, wenn sie nicht am selben Ort sind.

Das ist neu in Apples Mail-App

Apple hat zudem seine Mail-App verbessert: Nach dem Update gibt es eine Timing-Funktion, Du kannst E-Mails also nach einem bestimmten Zeitplan versenden. Außerdem ist es ab iOS 16 möglich, Nachrichten als „Remind Later” oder „Follow up” zu markieren, falls sie später noch einmal wichtig werden.

Anwender:innen profitieren zudem von einem Zeitpuffer beim Schreiben von E-Mails: Dank ihm sollst Du die Zustellung einer Nachricht noch in der letzten Sekunde stoppen können, um sie anzupassen. Praktisch, wenn Du bei einer E-Mail zu früh auf „Senden” getippt hast.

Eine kleine Änderung betrifft die Logos bestimmter Marken: Wenn Du eine entsprechende Mai erhältst, wird Dir das Logo der Marke als Kontaktbild angezeigt. Dies kann für eine bessere Übersicht im Posteingang sorgen.

Face ID im Querformat – aber nicht bei allen iPhone-Modellen?

Eine weitere Neuerungen unter iOS 16: Face ID funktioniert endlich auch im Querformat. Bislang kannst Du Dein iPhone nur im Hochformat entsperren – mithilfe von Apples Gesichtserkennungstechnologie. Das soll sich mit iOS 16 ändern. Allerdings ist noch unklar, mit welchen Modellen dieses Feature kompatibel ist.

Möglicherweise profitieren nur Nutzer:innen des iPhone 12 oder jünger davon. Apple spricht auf seiner Webseite jedenfalls davon, dass Face ID „auf unterstützten iPhone-Modellen” im Querformat funktioniert.

Apple verbessert die Familienfreigabe

Mit iOS 16 landen zudem Verbesserungen für die Familienfreigabe auf Deinem iPhone: Apple hat unter anderem neue Funktionen für Alters- und Bildschirmzeitbeschränkung angekündigt. Außerdem haben die iOS-Entwickler:innen bei der Verwaltung der Kinderaccounts nachgebessert. Darüber hinaus soll es eine „Family Checklist” geben, die beim Update der Einstellungen hilft.

Der Passkey soll klassische Passwörter ersetzen

Gehören Passwörter der Vergangenheit an? Apple führt mit iOS 16 zumindest das Feature „Passkey” ein, das klassische Kennwörter überflüssig machen könnte. Dabei handelt es sich um einen bestimmten Schlüssel, der nur lokal auf dem iPhone gespeichert ist. Dadurch soll es nahezu unmöglich werden, zum Beispiel per Phishing an ein Passwort zu gelangen.

Den Passkey musst Du Dir aber nicht merken: Du kannst ihn einfach über Deine biometrischen Daten (Face ID oder Touch ID) freischalten, um Dich auf Webseiten oder in Apps anzumelden. Die neue Funktion soll ab September 2022 für iPhone, iPad, Mac und Apple TV eingeführt werden.

Neue Medikamentenfunktion in der Health-App

iOS 16 bringt zudem kleinere Updates für die Health-App mit: Unter anderem kannst Du damit in Zukunft Deine Medikamenteneinnahme verwalten – Zeitplan und Erinnerungen inklusive.

In den USA soll es zudem möglich sein, Medikamente via Kamera zu erkennen. Die Health-App greift dazu auf eine Datenbank zu, um zu überprüfen, ob es mögliche Wechselwirkungen im aktuellen Medikamentenplan gibt. Über einen Deutschlandstart dieser Funktion gibt es bislang noch keine Infos.

Für Entwickler:innen von beispielsweise Fitness-Apps stellt Apple eine neue HealthKit-API bereit. Diese Schnittstelle erlaubt es, Daten zu Workouts wie Schwimmen, Laufen und Radfahren zu kombinieren. Zudem gibt es mit iOS 16 in Health neue Lauf-Metriken, wie aus der Beta 2 hervorgeht.

Weitere Neuerungen von iOS 16 im Überblick

Nachfolgend listen wir Dir weitere Neuerungen auf, die iOS 16 im Herbst 2022 auf Dein iPhone bringt:

Apps

CarPlay: Apple hat CarPlay noch besser an Autos angepasst. So kannst Du ab Herbst auch auf Tank-Apps zugreifen, Siri versendet Nachrichten schneller und mehr. Klicke auf den nachfolgenden Link, um mehr zu den Neuerungen in CarPlay zu erfahren.

Fotos-App: Unter iOS 16 hält eine „Shared Photo Library” Einzug auf Deinem iPhone. Sie kann mit bis zu fünf Personen geteilt werden – und wird automatisch um Inhalte erweitert, sobald neue Fotos geknipst werden.

Apple Pay: Einkäufe später bezahlen – das möchte Apple ab Herbst 2022 einführen. Das Unternehmen nennt diese Funktion „Apple Pay Later” und will das Zahlen von Beiträgen in vier Raten ermöglichen.

Apple Karten: Unter iOS 16 verfügt die Karten-App über eine Fahrradnavigation und zeigt Updates zum  Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) an. Zudem kannst Du entlang von Routen bis zu 15 Zwischenstopps einplanen.

Wallet-App: Apple vereinfacht das Teilen von Schlüsseln fürs Auto oder das Hotelzimmer aus der Wallet-App heraus. Ab iOS 16 kannst Du diese nicht mehr nur über Apples Nachrichten-App, sondern auch Messenger wie WhatsApp teilen.

Standard-Apps: Nutzt Du auf dem iPhone Anwendungen wie „Google Authenticator” oder „1Password”, kannst Du sie unter iOS 16 als Standard-App festlegen.

Externe Hardware

Nintendo Switch: Das iPhone-Betriebssystem ist nach dem Update auf iOS 16 mit den Joy-Cons und dem Pro Controller für die Nintendo Switch kompatibel.

AirPods: Hast Du AirPods mit dem iPhone gekoppelt, tauchen diese an einer neuen Stelle in den iOS-Einstellungen auf. Das sich dahinter befindliche Menü weist dann auch einige neue Funktionen auf. So kannst Du zum Beispiel personalisiertes 3D-Audio einrichten, was laut Apple für ein noch besseres Klangerlebnis sorgen soll. Apple nennt dieses Feature „Spatial Audio+”.

Features & Funktionen

Screenshots: Wenn Du einen Screenshot speicherst, siehst Du nach dem Update auf iOS 16 eine neue Option: Du kannst das Bildschirmfoto nun in einer Schnellnotiz ablegen.

Siri: Auch Apples digitale Assistenz wird mit dem Update verbessert. So kannst Du beim Verfassen einer Nachricht zum Beispiel Emojis hinzufügen oder freihändig Anrufe via FaceTime beenden, indem Du einfach „Hey Siri, leg auf” sagst.

Push-Benachrichtigungen im Web: Apple führt für Safari auf dem iPhone endlich Push-Benachrichtigungen ein. Die Funktion soll allerdings nicht direkt mit iOS 16 im Herbst erscheinen, sondern zu einem späteren Zeitpunkt nachgereicht werden.

Live Activities: In Zukunft zeigt Dir das iPhone Echtzeitinformationen zu diversen Ereignissen auf dem Sperrbildschirm an. Das kann der Stand bei einem Fußballspiel sein, der Fortschritt einer Bestellung, der Standort eines Taxis, das Du gerufen hast oder auch einfach der Timer beim Kochen.

iCloud-Backup über 5G: Mit iOS 16 können endlich alle Nutzer:innen iCloud-Backups über ein LTE- oder 5G-Netzwerk vornehmen. Bislang ist dies nur über WLAN und unterstützte 5G-Netze möglich – es hängt also vom Mobilfunkanbieter ab, ob es diese Option gibt oder nicht.

iOS 16 mit Hinweis im Code: Kommt bald das Always-on-Display?

Viele Android-Handys mit OLED-Screen verfügen über einen sogenannten Always-on-Display: Der Bildschirm zeigt also auch dann Informationen wie die Uhrzeit an, wenn er ausgeschaltet ist. Für das iPhone gibt es eine solche Funktion dagegen bislang nicht, obwohl Apple bereits seit dem iPhone X (2017) OLED-Displays für seine Geräte nutzt.

Auch iOS 16 bietet ein solches Feature bislang nicht. Es gibt allerdings Hinweise im Code des Betriebssystems, die darauf hindeuten, dass Apple daran arbeitet, so 9to5Mac. Vielleicht verfügen die Nachfolgemodelle des iPhone 13, die höchstwahrscheinlich im Herbst gemeinsam mit iOS 16 erscheinen, über ein Always-on-Display.

Diese iPhone-Modelle unterstützen iOS 16

2021 ist kein älteres Gerät auf der Strecke geblieben: Alle iPhone-Modelle, die bereits iOS 14 erhalten haben, sind also auch mit iOS 15 kompatibel. Bei iOS 16 wird das anders sein: Fünf Modelle unterstützen das Update auf die neue Version nicht, darunter iPhone 7 und iPhone 7 Plus.

iOS 16 ist nur mit iPhone-Modellen kompatibel, die 2017 oder später erschienen sind. Eine Auflistung der entsprechenden Modelle findest Du in diesem Artikel.

iOS 16 testen: Das musst Du zum Beta-Programm wissen

Wie immer bietet Apple Entwickler:innen und interessierten Nutzer:innen die Möglichkeit, die neue iOS-Version vorab auszuprobieren. Seit dem 22. Juni 2022 ist die zweite Beta für Entwickler:innen erschienen. Eine neue Testversion für die Öffentlichkeit wird es ebenfalls in naher Zukunft geben: Apple hat dies bereits auf der Webseite zum Beta-Programm angekündigt.

Dort kannst Du Dich auch registrieren, wenn Du iOS 16 auf Deinem iPhone vorab testen möchtest. Wichtig: Für Testzwecke solltest Du am besten ein iPhone benutzen, das Du nicht im Alltag brauchst. Denn in den Beta-Versionen stecken oft noch eine ganze Menge an Bugs, die zu Systemabstürzen und Datenverlust führen können.

Um iOS 16 in einer Betaversion zu testen, brauchst Du mindestens ein iPhone 8, iPhone SE (2. Generation) oder ein neueres Modell. Für die Installation brauchst Du knapp 2 Gigabyte freien Speicherplatz. Aufgrund der Dateigröße solltest Du die Beta am besten dann installieren, wenn Dein iPhone mit einem WLAN verbunden ist.

Falls Du doch von einer iOS-16-Beta wieder auf iOS 15 downgraden willst, zeigt Dir das Video, wie es geht:

Freust Du Dich schon auf iOS 16? Welche Features hättest Du Dir noch vom großen iPhone-Update gewünscht? Teile uns Deine Meinung gerne in einem Kommentar mit!

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© Vodafone GmbH ⁄ Constantin Flemming

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